Kaufberatung Renault Dauphine: Motor hält, Karosserie zerfällt

Renault Dauphine VW K�fer

Die Renault Dauphine, hierzulande selten anzutreffen, gefällt speziell mit ihrer kleinen, mit interessanten Details versehenen Ponton-Karosserie. Dem aus dem Renault R4 bewährten Antrieb steht jedoch eine rostanfällige Karosserie gegenüber.

Trotz einer dicken Blechqualität findet die braune Pest bei der selbsttragenden Renault Dauphine-Karosserie nur geringen Widerstand. Betroffen sind neben den üblichen Standards wie Kotflügel, Schweller und Türunterkanten auch die vorderen Kotflügelaufnahmen, der Kofferraumboden (Ablaufstöpsel an der tiefsten Stelle des Kofferraums), unterer Längsträger mit Vorderachsträger, die Bodenbleche im vorderen Fußraumbereich, das Heckabschlussblech sowie die A- und C-Säulen der Renault Dauphine. Ungleiche Spaltmaße der vorderen Kofferraumhaube und eine schwergängige Klappe für das vorn verstaute Ersatzrad sind oft Folgen von größeren Unfallschäden.

Schwachpunkte

1. Vorderkotfl ügel
2. Kofferraumboden
3. A-Säule
4. C-Säule
5. Bodenbleche
6. Heckblech
7. Nockenwellenantrieb
8. Undichtes Getriebe
9. Verschleiß Hinterachslager
10. Verschlissenes Interieur

Wertungen
Alltagstauglichkeit
10 Sterne
Ersatzteillage
6 Stern
Reparaturfreundlichkeit
8 Stern
Verfügbarkeit
4 Sterne
Nachfrage
4 Sterne
Unterhaltskosten
2 Sterne

Die Renault Dauphine-Maschine zählt zu den Langläufern und beflügelte in modifizierter Form auch den Renault R4. Einziger Schwachpunkt sind die Novotex-Stinräder für den Antrieb der seitlichen Nockenwelle, die zum Zahnverlust neigen und damit einen Totalausfall verursachen können - bei niedrigen Drehzahlen ohne Schaden für Ventile und Kolben. Nasse und damit auswechselbare Zylinderlaufbuchsen machen die selten notwendige Motorüberholung ziemlich einfach. Die nur am Getriebe und durch die Feder-Dämpfereinheiten stabilisierte Pendelachse der Renault Dauphine sorgt für Verschleiß am Getriebe, den Steckachsen und Kreuzgelenken. Bei wenig gepflegten Autos ist außerdem der schwer auszubauende Kühler verschlammt.

Preisentwicklung
Bei Einführung 1956 (Renault Dauphine)   5.480 Mark
Bei Produktionsende 1967 (Renault Dauphine)   

Eine Renault Dauphine ist noch recht günstig zu haben: Mäßige Exemplare liegen bei etwa 1.900 Euro, für gute Dauphine müssen rund 6.700 Euro eingeplant werden. Etwa 900 Euro teurer ist die Dauphine Gordini.

Technik- und Verschleißteile der Renault Dauphine, oft baugleich mit denen anderer Renault-Modelle, bereiten keine Schwierigkeiten. Karosserie- und Interieur-Komponenten einschließlich Reparaturbleche sind jedoch fast nur noch auf dem Gebrauchtmarkt erhältlich.

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