Kaufberatung Toyota Celica Supra: Japaner mit Ecken und Kanten

Der Toyota Celica Supra, das große Japan-Coupé mit moderner Sechszylinder-Maschine, ist ein Exot. Es war schon zu seinen Produktionszeiten ein Außenseiter - zu teuer für Manta-, zu japanisch für BMW-Fahrer. Die Technik gilt als unverwüstlich, nur der Rost macht dem praktischen Gran Turismo erheblich zu schaffen.

Auch Toyota widmete vor mehr als 20 Jahren der Rostvorsorge noch nicht die gleiche Sorgfalt wie heute. Die Celica Supra ist wie ihre normalen Celica-Schwestern einschließlich des nahezu komplett ausgestorbenen Stufenheck-Modells aus heutiger Sicht sogar ziemlich rostanfällig. Rostpartien: Frontblech-Umrahmung der Klappscheinwerfer, Schweller, Schweißnähte der Türen, Kotflügel, Radläufe, hintere Gurtbefestigung, hintere Federbein-Dome, Nebelleuchten und Heckklappe (Verkleidung entfernen). Die Klappe ist besonders stark korrosionsgefährdet, wenn sie mit einem Spoiler versehen war oder ist, durch dessen Bohrlöcher Wasser eindringen konnte.

Karosserie-Umbauten sind bei dem Toyota Celica Supra ein generelles Problem (Originalzustand) mit Ausnahme von solide verarbeiteten Kotflügelverbreiterungen, die es im Verbund mit einer breiteren Rad-Reifen-Kombination (225/60 VR 14) ab Werk als Sonderoption gab, zum Teil mit Spoiler oberhalb der Heckscheibe. Das mit vielen elektrischen Komfort-Features ausgestattete Interieur sollte einschließlich dem beschriebenen Fahrer-Sportsitz auf seine Funktionstüchtigkeit und guten Allgemeinzustand überprüft werden.

Wertungen
Alltagstauglichkeit
10 Sterne
Ersatzteillage
4 Stern
Reparaturfreundlichkeit
8 Stern
Verfügbarkeit
2 Sterne
Nachfrage
2 Sterne
Unterhaltskosten
6 Sterne

In Sachen Technik können Interessenten auf beste Toyota-Tradition bauen. Das große Celica Coupé der dritten Generation besitzt bewährte, nahezu unzerstörbare Großserientechnik. "Mit der Toyota Celica Supra können Sie unter Wasser fahren", sagt Toyota-Spezialist und Automobil-Restaurator Friedhelm Engel in Wunsiedel.

Der Motor der Toyota Celica Supra gilt als langlebig und frei von Problemen. Wichtig: Zahnriemenwechsel nach sechs Jahren Betriebszeit oder 100.000 Kilometer Fahrstrecke. Lediglich der Antriebsstrang mit Getriebe und Differenzial könnte bei betont sportlicher Fahrweise mit regelmäßigen Drifts auf Asphalt Schaden genommen haben. Hier gilt es auf Mal- oder Heul-Geräusche zu achten. Die Gangwechsel sollten kratzfrei erfolgen, und die Gänge nicht von selbst in den Leerlauf springen. Beides sind keine Kavaliersdelikte.

Preisentwicklung
Bei Einführung 1982 (Toyota Celica Supra)   29.990 Mark
Bei Produktionsende 1985 (Toyota Celica Supra)   33.490 Mark

Im Gegensatz zum Toyota Celica Supra-Nachfolgemodell von 1986 mit vollkommen eigenständiger Karosserie und später auch mit bärenstarkem Turbo-Motor, wird die so genannte Mk II-Baureihe deutlich seltener angeboten. Die meisten gute erhaltenen Autos befinden sich im Besitz von Sammlern, die den (zukünftigen) Wert ihres Japan-Sportlers zu schätzen wissen. Die große Seltenheit des Modells wird vom derzeit relativ günstigen Marktpreis noch nicht gewürdigt. Der Grund: Das Coupé ist in Deutschland kaum bekannt. Konträr zum populäreren NissanZX-Konkurrenten mit seinen berühmten Sechszylinder- Vorfahren war die Toyota Celica Supra eher ein Geheimtipp für Enthusiasten, weil sie sich optisch von den schwächeren Vierzylinder-Schwestern zu wenig abhob.

Die Versorgung mit Ersatzteilen ist bei der Toyota Celica Supra schwierig - doch zum Glück gibt es auch einige Spezialisten. Verschleißteile machen in der Regel keine Probleme, solange sie sich direkt von den Zulieferfirmen beziehen lassen. Schwieriger wird es beim Technik-Ersatz, wo oft nur auf rare Gebrauchtteile oder andere Toyota-Modelle mit identischen Komponenten ausgewichen werden kann. Als nahezu hoffnungslos gilt zudem der Original-Ersatz von Reparaturblechen, Kunststoff-Teilen und dem gesamten Interieur.

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