Auktion eines 1979er Chevrolet-Van des A-Teams

Einmal B. A. Baracus sein - für fast 70.000 Euro

Wer in die Rolle des A-Team-Chauffeurs schlüpfen wollte, musste bei einer Auktion viel Geld mitbringen. Obwohl es bei dem Van einige Haken gibt.

12/2020, 1979 Chevrolet ‘A-Team’ Van Foto: Worldwide Auctioneers 13 Bilder

Wer war das fünfte Mitglied des A-Teams? Manche werden sagen: Na klar, die Reporterin, wer denn sonst? Autofans dagegen sagen: Natürlich der Van – was für eine bescheuerte Frage! Letztere Zeitgenossen bildeten die Zielgruppe des Auktionshauses Worldwide Auctioneers, das am 23. Januar in den USA einen A-Team-Van zur Versteigerung brachte. Die Interessenten mussten jedoch genau hinsehen, denn zu dem Auto sollte man einiges wissen.

12/2020, 1979 Chevrolet ‘A-Team’ Van Foto: Worldwide Auctioneers
Das Grau im oberen Bereich scheint etwas zu hell geraten zu sein.

Erstens: Das Grau der ikonischen Dreifarb-Lackierung scheint etwas zu hell geraten zu sein. Zweitens: Der Lieferwagen gibt zwar vor, ein GMC Vandura zu sein (unter anderem durch die entsprechenden Markenembleme), wie ihn das A-Team als Dienstwagen nutzte. In Wahrheit ist er aber ein Exemplar des baugleichen Chevrolet Vans. Und drittens: In der zwischen 1983 und 1987 produzierten Serie war das angebotene Auto nie zu sehen.

Mitglied einer Promotion-Flotte

Dennoch handelt es sich irgendwie um ein Original, zumindest trägt es eine Lizenz der Universal Studios, die die Serie seinerzeit produziert haben. Der Chevrolet Van gehörte zu einer Flotte von sechs A-Team-Vans, mit denen damals in den USA und Kanada Werbung für die Serie gemacht wurde. Das erklärt auch den Tachostand: Angesichts seiner 90.297,7 Meilen (gut 145.000 Kilometer) dürfte der Viersitzer viele seiner Auftritte auf eigener Achse angesteuert haben.

12/2020, 1979 Chevrolet ‘A-Team’ Van Foto: Worldwide Auctioneers
Die Langwaffen an der Innenverkleidung sind natürlich Attrappen.

Typisch für ein (Fast-)Filmauto: Die Innenausstattung ist eher ungewöhnlich bestückt. Die falschen Langwaffen an den Innenverkleidungen und das Fake-MG im Heck dürften sich nicht auf der offiziellen Aufpreisliste eines Chevrolet Vans befunden haben. Den vier Einzelsitzen sieht man durchaus an, dass oft auf ihnen Platz genommen wurde, der Armaturenträger sieht recht spartanisch aus. An einer Konsole zwischen dem oberen Windschutzscheiben-Rahmen und dem Sonnendach befinden sich ein Funkgerät und einige Zusatzknöpfe; aber auch das scheinen Attrappen zu sein.

Kein Mindestgebot für den A-Team-Van

Welcher der zahlreichen verfügbaren Motoren unter der kurzen Haube installiert ist (neben V6- und V8-Benzinern wurden auch V8-Diesel angeboten), verriet das Auktionshaus nicht. Trotzdem war der Höchstbietende bereit, 84.000 Dollar (umgerechnet fast 70.000 Euro) für den A-Team-Van zu bezahlen. Der Erlös kommt einem karitativen Zweck zugute: Das Geld erhält das J. Kruse Education Center, in dem Studenten und Militär-Veteranen auf ihre (im zweiten Fall alternative) Karriere vorbereitet werden.