Das Auto kennt fast jeder Cineast und Autofan - in dem legendären Kinostreifen "Le Mans" aus dem Jahr 1971 ist Steve McQueen in den ersten 220 Sekunden in genau diesem Porsche 911 S zu sehen, der im Rahmen der Monterey-Auktion (19. und 20. August 2011) versteigert wurde. Dem Höchstbieter war das Auto des "King of Cool" 1,375 Millionen US-Dollar wert, was ungefähr 953.000 Euro entspricht.
Der Porsche 911 S wurde ab Werk mit allen verfügbaren Extras ausgestattet und diente Steve McQueen, dem "King of Cool", während der Dreharbeiten als fahrbarer Untersatz. Nach Abschluss der Dreharbeiten ließ der Autonarr McQueen den 1970er Porsche 911 S in seine Sammlung in Kalifornien bringen. Später verkaufte er ihn, offenbar weil er ein zweites Modell, Baujahr 1969, in derselben Farbe besaß und sich von diesem nicht trennen wollte. Der Grund ist nicht bekannt, es wird allerdings vermutet, dass in dem 69er-Modell eine teure Stereoanlage eingebaut war.
Vierthand-Porsche von Jerry Seinfeld
Ein Anwalt aus Los Angeles übernahm den Porsche 911 S und behielt ihn für mehr als 30 Jahre. In dieser Zeit legte der Anwalt eine umfangreiche Dokumentation an, mit allen Informationen zum dem Wagen und dessen Einsatz als Filmauto. Dritter Besitzer war ein Richter aus Kalifornien, der sich 2005 von dem berühmten 911 S trennte und ihn an einen bekannten Sammler verkaufte. Dabei soll es sich um den US-Komiker Jerry Seinfeld handeln.
Während der letzten 41 Jahre soll an dem Porsche 911 S nur wenig verändert und restauriert worden sein. Laut Auktionskatalog wurden die Vordersitze neu bezogen und die Stoßdämpfer sowie die Windschutzscheibe erneuert. Der 2,2-Liter-Boxer-Motor mit 200 PS und das Getriebe sind original und tragen matching numbers. Der Tacho weist 12.400 Meilen aus, doch die vermutliche Laufleistung wird mit 112.400 Meilen angegeben.
Zu dem Wagen gehört eine umfangreiche Dokumentation und Schriftverkehr, für Fans eine seltene Gelegenheit, ein kleines Stück des Mythos Steve McQueen zu besitzen.





