Alfa Romeo 33 Stradale Betrugsfall
30 Mio. wert, für 10 Euro verkauft, nun verschwunden
Der Verkauf eines seltenen historischen Alfa Romeos beschäftigt aktuell die italienische Justiz. Wurde der bisherige Besitzer übers Ohr gehauen? Er hat jedenfalls eine hohe Belohnung ausgesetzt.
25.02.2026
Thomas Ranki-Harloff
Foto: Stellantis Germany GmbH
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Der schöne Alfa Romeo T33/2 Stradale duckt sich mit gerade einmal 99 Zentimetern Höhe extrem nah auf den Boden.
Foto: Hans-Dieter Seufert
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Sorgen für Frischluft: Die Lüftungsklappen mildern ein wenig das Aufheizen durch die großen Glasflächen.
Foto: Hans-Dieter Seufert
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Die aufregende Hülle des Alfa zeichnete Franco Scaglione. Gebaut wurde der T33/2 Stradale bei der Carrozzeria Marazzi in Caronno Pertusella.
Foto: Hans-Dieter Seufert
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Zum Niederknien: Aus jeder Perspektive rauben einem die fließenden Linien des Alfa Romeo T33/2 Stradale den Atem.
Foto: Hans-Dieter Seufert
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Der Einstieg mit den Schmetterlingstüren erfordert einige Verrenkungen, aber so gehört sich das eben für einen Straßenwagen mit 95 Prozent Rennsportpotenzial.
Foto: Hans-Dieter Seufert
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Aufgeklappt zeigt sich die Kompromisslosigkeit des Designs: Vorn der Magnesium- Hilfsrahmen mit Reserverad obenauf, hinten der V8-Motor samt Getriebe, dazwischen die Besatzung. Gepäck? Unnötiger Ballast.
Foto: Hans-Dieter Seufert
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Die großen, schräg stehenden Scheinwerfer des Alfa Romeo T33/2 Stradale könnten auch Le Mans ausleuchten.
Foto: Hans-Dieter Seufert
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Gut versteckt: Hinter dem Deckel vor dem Lufteinlass verbirgt sich der Benzineinfüllstutzen.
Foto: Hans-Dieter Seufert
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Vier groß dimensionierte Endrohre zieren die Heckansicht des Alfa Romeo T33/2 Stradale
Foto: Hans-Dieter Seufert
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Auch unter der hinteren Haube geht es eng zu. Im Leichtmetall-Gehäuse des V8 rotiert eine flache 180-Grad-Kurbelwelle, wodurch der Alfa-Motor im Unterschied zu einem Ami-V8 mit 90-Grad-Welle klingt wie ein Vierzylinder.
Foto: Hans-Dieter Seufert
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Die Technik des Alfa Romeo T33/2 Stradale stammt direkt von dem legendären Rennwagen Tipo 33 ab.
Foto: Hans-Dieter Seufert
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Im engen Cockpit des Alfa Romeo T33 Stradale sitzt der Pilot wie in einer Flugzeugkanzel. Die Übersicht ist grandios.
Foto: Hans-Dieter Seufert
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Zentraler Drehzahlmesser bis 10.000/min, ein paar Kontrollinstrumente, Lederlenkrad und Sportsitze, mehr braucht es nicht. Die Grundkonstruktion des kleinen V8 erbte der Montreal.
Foto: Hans-Dieter Seufert
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Das Alfa Romeo Logo mit dem typischen Scudetto, italienisch für "Schildchen" im Grill.
Foto: Hans-Dieter Seufert
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Erste Rennsaison für den neuen Rennsportwagen 1967. Wegen der hinteren Lufthutze wurde diese T33-Version auch Periscopica genannt.
Foto: Hans-Dieter Seufert
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Alfa Romeo feiert in diesem Jahr das 105. Jubiläum. Mit der Wiedereröffnung des Alfa-Museums in Arese gratulieren sich die Italiener selbst. Wir haben uns die Italo-Schönheiten angesehen.
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Die aktuelle Ausstellung trägt den Titel "La macchina del tempo", was übersetzt etwa "Zeitmaschine" bedeutet.
Foto: Patrick Lang
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Den Beginn der Zeitreise macht das erste Auto des Herstellers, der A.L.F.A. 24 HP von 1910. Dank starkem Motor (42 PS) schafft der 24 HP eine damals unübliche Höchstgeschwindigkeit von knapp 100 km/h.
Foto: Patrick Lang
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"Alfa Romeo" hieß es erst ab 1920, nachdem Nicola Romeo die Führung des Betriebes übernommen hatte. A.L.F.A. steht indes für "Società Anonima Lombarda Fabbrica", was so viel bedeutet wie "Lombardische Automobilfabrik AG".
Foto: Patrick Lang
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Der 6-Zylinder des 6C 1750 Gran Sport von 1931 war in der kräftigesten Version 102 PS stark und erreichte bis zu 170 km/h. Nicht zuletzt deshalb konnte das Modell sportliche Erfolge feiern.
Foto: Patrick Lang
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Die 6C-Baureihe war sehr vielfältig. Neben den Sportlern gab es auch elegante Reisewagen wie den 6C 2300 B von 1935
Foto: Patrick Lang
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Der 8C 2300 Corto "Mille Miglia" von 1932 (mit 8-Zylinder in Reihe) ist eines von drei Scuderia Ferrari Team-Autos, das damals für die Mille Miglia vorgesehen war.
Foto: Patrick Lang
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Nach Kriegsende im Jahr 1946 wurde die 6C-Reihe weiter gebaut. Der 6C 2500 Sport "Freccia d´Oro" von 1947 war neben den Varianten "Villa d´Este" und "Corsa" die beliebteste.
Foto: Patrick Lang
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Die Nachfolge des 6C übernahm der Alfa 1900 mit 4-Zylinder; schon dieses Aggregat hatte zwei obenliegende Nockenwellen. Den 1900 gab es ebenfalls in unterschiedlichen Karosserie-Versionen.
Foto: Patrick Lang
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Darunter beispielsweise auch als Alfa 1900 Super Sprint von 1954. In der Werbung wurde das Modell damals als "Familienauto, das auch Rennen gewinnt" angepriesen.
Foto: Patrick Lang
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Der 1900 Super Sprint hatte damals sagenhafte 115 PS und startete unter anderem bei der Targa Florino, der Stella Alpina und der Tour de France.
Foto: Patrick Lang
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Rund 190 km/h schafft der Super Sprint. Die Preise für ein gut erhaltenes Modell liegen heute teils weit jenseits der 100.000 Euro.
Foto: Patrick Lang
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Das zweitürige Coupé 2600 Sprint von 1962 wurde bei Bertone hergestellt.
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Unter der Haube arbeitet ein Reihen-6-Zylinder mit Aluminiumblock und 145 PS. Damals eine Neuentwicklung.
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Die Giulietta von 1955 war die erste Modellreihe, die auf Großserie ausgelegt wurde und sie bescherte dem Konzern einen Verkaufserfolg. Die Limousine hatte bis zu 65 PS, Coupés gabe es mit bis zu 100 PS.
Foto: Patrick Lang
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Ursprünglich als Designstudie von Bertone Chefdesigner Marcello Gandini, wurde der Alfa Romeo Montreal 1967 auf der Expo in Montreal erstmals vorgestellt. Von 1970 bis 77 wurde er dann gebaut. Erstmals unter Verwendung eines Achtzylinders. Im Hintergrund: der Golf-Konkurrent Alfasud.
Foto: Patrick Lang
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Der Alfasud mit Frontantrieb und 4-Zylinder-Boxermotor war modern und in ersten Vergleichstests so gut wie der VW Golf. Die Rostanfälligkeit des nahe Neapel gebauten Kompaktwagens beschädigte aber das Image der Marke nachhaltig.
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Als viertürige Limousine bewegte sich die Alfetta von 1972 in der gehobenen Mittelklasse und brachte die Transaxle-Bauweise (Getriebe hinten) in Großserie.
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Das letzte Halbrund der Ausstellungs-Abteilung "Timeline" reicht mit dem 8C Competizione bis ins Jahr 2007.
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Der Alfa 75 von 1985 wurde in den USA auch als Alfa Romeo Milano verkauft; er ist das letzte Modell mit der Trans-Axle-Technik.
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Das Design des 164 3.0i V6 von 1987 stammt aus dem Hause Pinifarina. Technisch ist der 164 eine Zusammenarbeit von Alfa Romeo, Fiat, Lancia und Saab und eine Kehrtwende: Motor und Getrieb vorne quer eingebaut, Frontantrieb..
Foto: Patrick Lang
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Der 8C Competizione von 2007 wurde vier Jahre zuvor auf der IAA als Designstudie vorgestellt. Die Produktion wurde auf 500 Stück limitiert und endete 2009.
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Der Rennsportwagen 1900 C52 Disco Volante (hier der Spider) soll einen cW-Wert von nur 0,30 gehabt und lediglich etwa 500 Kilogramm gewogen haben.
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Der 2000 Sportiva von 1954 war technisch mit dem 1900 verwandt, schaffte aber 138 PS.
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Diese Giulia Sprint Speciale von 1965 war Bertones Vorschlag für einen Nachfolger der Giulietta Sprint Speciale (gebaut von 1959 bis 1966)
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Die moderne Giulia Sprint Speciale blieb ein "Prototipo".
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Alfa Romeo Carabo. Das Concept Car von 1968 war richtungweisend für zahlreiche Mittelmotorsportwagen.
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Frühes Bemühen um Windschlüpfigkeit: Alfa Romeo Castagna von 1913.
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Der Alfa Romeo Iguana wurde auf der Turin Motor Show 1969 vorgestellt.
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Einige Design-Elemente verwendete der Schöpfer Giorgio Giugiaro in späteren Serienproduktionen.
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Das hohe Heck findet sich später beim Alfasud Sprint.
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Das Concept Car Nuvola von 1996.
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Der Nuvola zeigt Alfas Suche nach einer neune Designsprache.
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33/2 Coupé Speciale von 1969 trägt das Design von Pininfarina auf der legendären Rennwagentechnik mit V8-Mittelmotor.
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Im 33/2 Coupé Speciale von 1969 hat der V8 nur 2,0 Liter Hubraum.
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6C 2300 B Mille Miglia
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Alfa Romeo 6C 2500 Sport von 1939
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6C 2500 Super Sport "Villa d´Este" von 1950
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8C 2900 B Lungo 1938
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Mit der Dekoration abseits der ausgestellten Fahrzeuge beweist Alfa Romeo im Museo Storico viel Liebe zum Detail.
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Giulietta Spider Prototipo von 1955
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DER Alfa Spider 1600 in der Urform mit rundem Heck, oft als "Duetto" bezeichnet.
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Die Giulietta Sprint von 1954 holte aus 1,3 Litern bis zu 90 PS.
Foto: Patrick Lang
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In der Limousine Alfa Romeo Giulietta TI leistete der 4-Zylinder 65 PS.
Foto: Patrick Lang
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Die Giulietta Sprint Speciale von 1957 brachte es gar auf 100 PS.
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Giulietta SZ "Coda Tronca" 1957 wurde nur 30 Mal gebaut und hat ihren Beinamen wegen ihres abgehackten Hecks
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Heute kostet eine Giulietta SZ mit dem "Coda Tronca" (kupierter Schwanz) mehr als 200.000 Euro.
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Erfolgsmodell Giulia (hier: Ti Super): Alfa baut die Sportlimousine von 1962–1978.
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Als Giulia Ti Super hatte der Viertürer schon 1963 113 PS.
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Diese Abteilung steht unter dem Stichwort "Beauty".
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Giulia TZ von 1963
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Giulia TZ von 1963
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Giulia Sprint GT von 1963 - das Coupé der Giulia, landläufig wegen des Designers als "Bertone" bezeichnet.
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Alfa Romeo Giulia Sprint GT - hier wegen des Spalts an der Front das als "Kantenhauber" bezeichnete frühe Modell.
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Der 1600 Junior Z von 1972 baute auf derselben Technik auf, seine moderne Karosse entstand aber bei Zagato.
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Dank kleiner Stirnfläche war der 1600 Junior Z von 1972 fast 190 km/h schnell.
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Alfa GP Tipo A und Alfa Bimotore - Sollten Sie vom Ferrari-Logo überrascht sein: Enzo Ferrari wurde, nachdem er selbst lange für Alfa Romeo Rennen gefahren hatte, ...
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... der stellvertretende Leiter des Alfa Romeo Teams. Obwohl er 1929 seinen eigenen Rennstall, die Scuderia Ferrari gegründet hatte, nutzte er Fahrzeuge von Alfa Romeo. Der erste eigene Ferrari-Rennwagen wurde 1946 nach dem Umzug nach Maranello konstruiert.
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In der Abteilung "Speed" sind insbesondere historische Rennwagen zu finden. Hier der 6C 1750 Gran Sport.
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Die Marke würdigt damit ihre Erfolge im Motorsport.
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Der Alfa Bimotore trägt einen Motor unter der Haube und einen weiteren im Heck. Wegen des hohen Gewichts wurde das Modell auch "Reifenmörder" genannt.
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Alfa GP Tipo C12C
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Alfa GP Tipo 159 "Alfetta"
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Alfa GP Tipo 159 "Alfetta"
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Der Blick auf das Innenleben eines historischen Rennwagens.
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In diesem Fall ein Alfa GP Tipo 159 "Alfetta"
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Im "Tempel der Siege" liefern Bilder, Videos und Soundelemente eine Collage der Rennsport-Erfolge.
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Alfa Romeo 33 Stradale Prototype
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Vorne: Alfa 6C 3000 CM
Hinten: Alfa Giulia TZ 2
Foto: Patrick Lang
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Links: Alfa 6C 3000 CM
Rechts: Alfa Giulia TZ 2
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Links: Alfa Ripo 33 SC 12 Turbo
Rechts: Alfa Tipo 33 TT 12
Foto: Patrick Lang
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Berühmte Tourenwagen -
Links: Alfa 1750-GTAm
Rechts: Alfa GTA 1300 Junior
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Alfa Brabham BT 45B
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Alfa Tipo 179F "Test Car"
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Alfa 155-V6-TI
Foto: Patrick Lang
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Am Ende der Ausstellung gibt es nochmal alle Autos im Taschenformat.
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Ab nächstes Jahr erweitert die neue Giulia das Portfolio von Alfa Romeo.
Foto: Patrick Lang
Die italienischen Strafverfolgungsbehörden haben häufig mit Diebstahls-, Betrugs- und Unterschlagungsdelikten zu tun, die sich rund um Autos drehen. Im Land von Ferrari, Lamborghini, Maserati und Co. geht es dabei auch gerne mal um hochwertige Karossen. Doch ein Fall wie dieser landet selten auf dem Tisch der italienischen Justiz. Denn nur extrem wenige Autos sind so viel Geld wert wie der Alfa Romeo 33 Stradale, um den es in dieser Geschichte geht.
Nur eins von 18 Exemplaren
Der von 1967 bis 1969 produzierte Italo-Sportwagen gilt heute als eines der schönsten Autos, die je gebaut wurden. Von der Stradale-Version, einer nur leicht für öffentliche Straßen entschärften Version des damaligen Rennwagens, entstanden insgesamt nur 18 Exemplare. Allein diese Gemengelage führt zu einem exorbitant hohen Preis: Der Supersportwagen soll einen geschätzten Wert von rund 30 Millionen Euro haben.
Ein Exemplar verbrachte die letzten Jahre unbehelligt in einer auf Oldtimer spezialisierten Autowerkstatt in der Provinz Neapel. Doch dann starb italienischen Medienberichten zufolge der Besitzer, ein bekannter französischer Sammler. Den Meldungen zufolge eskalierte nun die Situation, indem die Witwe "durch ständige Anrufe und die Androhung zerstörerischer, millionenschwerer Klagen" unter psychischen Druck gesetzt wurde, wie das Nachrichtenportal "Il Giorno" berichtet.
Letztlich wurde der ebenso rare wie begehrte Alfa Romeo verkauft. Stein des Anstoßes für die strafrechtlichen Ermittlungen und Debatten ist der Kaufpreis. Gerade einmal zehn Euro sollen für den Alfa Romeo 33 Stradale geflossen sein. Rechtlich ist ein solcher Preis zwar nicht automatisch unzulässig, doch die Umstände wirken mindestens erklärungsbedürftig. Die Erben des verstorbenen Eigentümers zweifeln daher die Gültigkeit der Dokumente an.
Es geht um Erpressung und Urkundenfälschung
Die Federführung bei der Ermittlung liegt bei der Staatsanwaltschaft in Mailand. Im Raum stehen Vorwürfe wie Erpressung und gefälschte Dokumente. Besonders problematisch: Nach der Übertragung soll ein neu gegründetes Unternehmen das Fahrzeug übernommen, abgemeldet, die Kennzeichen als verloren gemeldet und den Wagen anschließend außer Landes geschafft haben – ein Vorgehen, das die Nachverfolgung erheblich erschweren kann.
Die Erben des Besitzers haben italienische Anwälte mit dem Fall beauftragt. "Wer Informationen hat oder das Auto sieht, kann sich an die Anwälte Angelo und Sergio Pisani in Neapel sowie an Francesco Sacchetti in Mailand wenden", zitiert die italienischen Nachrichtenagentur ANSA den Aufruf der Hinterbliebenen. Die Anwälte warnen, dass die Spur eines Fahrzeugs schnell kalt werden könne, seit es Italien verlassen hat. Gerade bei einem derart exklusiven Auto seien Zulassungsdaten, Kennzeichen und Dokumente entscheidend, um Standort und Eigentumsverhältnisse nachzuvollziehen.
100.000 Euro Belohnung
Um den Druck zu erhöhen und Hinweise aus der Szene zu bekommen, hat die Familie eine Belohnung von 100.000 Euro für Informationen ausgesetzt, die zur Auffindung des Wagens führen. Weil weltweit nur so wenige Exemplare des Alfa Romeo 33 Stradale existieren, wäre ein Auftauchen in der Öffentlichkeit oder in einer privaten Sammlung eigentlich schwer zu verbergen. Doch solange Juristen und Ermittler zwischen Neapel und Mailand weiterarbeiten, bleibt der Verbleib des 33 Stradale ein offenes – und für Alfa-Fans äußerst bitteres – Rätsel.