Aston Martin DB5 Junior

James Bond-Auto für Kids, auch mit 007-Features

Aston Martin präsentiert einen über 50 km/h schnellen DB5 mit Elektroantrieb für Kinder. Auf Wunsch mit echten Agenten-Features. Die Preisliste startet nicht sehr kinderfreundlich bei 35.000 Pfund. Im 007-Trimm wird es gar absurd teuer.

Aston Martin DB5 Junior No Time To Die-Edition Foto: Little Car Company 17 Bilder

Die Little Car Company ist bekannt für ihre ausgefallenen Kinderautos. Bereits im August 2020 hatten die Briten mit dem DB5 Junior einen Kleinstwagen aus dem Hause Aston Martin vorgestellt. Das rein elektrisch angetriebene Kinderauto startet in seiner gemäßigten 6,8 PS starken Version bei 35.000 Pfund (umgerechnet 39.000 Euro). Die doppelt so starke Vantage-Version kostet 11.166 Euro mehr.

Im Herbst 2021 schieben die Briten eine exklusive 007-Sonderserie nach. Die "No Time To Die"-Edition, die zeitgleich mit dem neuen Bond-Kinofilm startet, ist auf 125 Exemplare limitiert und kostet ab 90.000 Pfund (umgerechnet rund 105.000 Euro) plus Steuern. Wer bereits einen normalen DB5 Junior geordert hat, kann auf das Sondermodell upgraden.

Bond-Version mit Agenten-Features

Zum satten Aufpreis bringt die "No Time To Die"-Edition aber auch Features, mit die jedem Mini-Spion stolz die Brust schwellen lassen. So verstecken sich hinter den Hauptscheinwerfern wie beim großen Vorbild Gatling-Maschinengewehre, die auf Knopfdruck ausfahren.

Aston Martin DB5 Junior No Time To Die-Edition Foto: Little Car Company
Hinter den Scheinwerfern lauern Gatling-Maschinengewehre.

Mit den digitalen Wechselkennzeichen an Front und Heck kann man in der Nachbarschaft leichter untertauchen. Lassen sich die Verfolger nicht abschütteln, hilft eventuell die Vernebelungstaktik mit einem Rauchausstoß aus dem Hecktank über den Auspuff. Der mitgeführte Rauchvorrat reicht etwa eine Stunde – dann muss nachgefüllt werden. Für die Flucht aus ganz engen Situationen steht zudem ein Drift-Modus bereit. Gesteuert werden alle Gadgets über ein verstecktes Bedienpanel im Cockpit. Natürlich kennzeichnet eine spezielle Plakette das kleine Bond-Mobil und seinen exklusiven Status. Und weil Geheimagenten nie langsam unterwegs sind, wird die Leistung des E-Motors auf 16 kW gesteigert. Die vier 1,8 kWh großen Batteriemodule erlauben eine Reichweite von bis zu 130 Kilometern. Die Höchstgeschwindigkeit liegt bei über 70 km/h. Auf die öffentliche Straße darf Bond Junior allerdings nicht. Deshalb erhalten Käufer für sich und ihre Kinder exklusive Rennstreckenpakete.

Das bietet die Basis-Version

In der weiteren Ausstattung unterscheidet sich die Bond-Edition nicht vom normalen DB5 Junior. Das 007-Modell für Kinder ist maßstabsgetreu zum Original verkleinert: Drei Meter lang, 1,10 Meter breit und so designt, dass neben dem Kind ein Erwachsener Platz findet. Den Zustieg erleichtert ein abnehmbares Lenkrad. Das Gewicht des Briten beträgt 270 Kilogramm und zeigt auf, dass das Fahrzeug durchaus eine eigene Garage gebrauchen kann. Denn einfach mal kurz hineintragen, wie es mit handelsüblichen Elektroautos für Kinder funktioniert, scheitert am Gewicht und der Größe.

Aston Martin Junior Hero Foto: Aston Martin
Papa darf hier sogar auf dem Beifahrersitz mitfahren.

Bis zu 32 Kilometer mit einer Batterie

Die Tatsache, dass ein Erwachsener mit an Bord sitzen kann, hat auch den Vorteil, dass er dem Kinder-Piloten bei Geschwindigkeiten von über 50 Kilometern pro Stunde ein paar Live-Tipps geben kann und sollte.

Gleichzeitig kann sich der Erwachsene aber auch einfach an dem detailverliebten Cockpit satt sehen. Die Tankanzeige ist verständlicherweise einer Batterieanzeige gewichen. Die zehn Zoll großen Speichenräder können abhängig vom Fahrstil bis zu 32 Kilometer am Stück belastet werden. Ist die Batterie leer gesaugt, kann sie mit wenigen Handgriffen durch eine Ersatzbatterie ersetzt werden.

Aston Martin Junior Hero Foto: Aston Martin
Zehn Zoll groß sind die Felgen des Aston Martin DB5 Junior.

Mehr als Tempo 50 ist möglich

Der Aston Martin DB5 Junior bietet bis zu vier verschiedene Fahrmodi. Der Anfänger-Modus ruft lediglich 1,4 PS ab und ermöglicht eine Höchstgeschwindigkeit von 19 Kilometern pro Stunde. Per Fernbedienung kann zudem in einer Reichweite von 30 Metern von außen ins Fahrgeschehen eingegriffen werden. Wird die 30-Meter-Distanz überschritten, kommt das Fahrzeug von allein zum Stehen. Verzögert wird mit Brembo-Bremsen und per Rekuperation. Das Fahrwerk setzt auf Bilstein-Dämpfer.

Im Expertenmodus stehen dem jungen DB5-Piloten 6,8 PS und eine Höchstgeschwindigkeit von 48 km/h zur Verfügung. Der Rennmodus bietet eine Leistungs- und Temposteigerung, die es dem Fahrer erlaubt, sich mit den weiteren Modellen aus der Little Car Company zu messen – wie beispielsweise dem Baby Bugatti II oder dem Ferrari Testa Rossa J.

Der vierte, der Volante-Modus, steht nur im Topmodell zur Wahl. Er erhöht die Leistung auf 13,6 PS und sorgt für eine unbekannte Höchstgeschwindigkeit. Das zweite Batterie-Paket bietet eine Reichweite von bis zu 64 Kilometern. Der Volante-Modus wird übrigens per verborgenem "Raketen-Schalter" aktiviert. James Bond lässt auch hier grüßen.

Fazit

Die Little Car Company hat mit dem Aston Martin DB5 Junior einen echten Hingucker auf niedliche Zehn-Zöller gestellt. Der Preis zeigt jedoch schnell auf, für wen diese Kinder-E-Autos gedacht sind. Noch exklusiver kommt die "No Time To Die"-Edition daher.