Rétromobile Auktion Artcurial 2023

Bugatti und Ferrari für Millionen

Artcurial versteigert Anfang Februar 2023 einen Ferrari 250 Le Mans und drei Bugatti. Die Autos sind jeweils mehrere Millionen wert.

Ferrari 340 America Barchetta Touring (1951) Front Foto: Artcurial 23 Bilder

Auf etwa 25 Millionen Euro schätzt Artcurial den Wert eines Ferrari 250 LM, der Anfang Februar während der Rétromobile unter den Hammer kommt. Insgesamt versteigert das französische Auktionshaus vom 3. bis 5. Februar 2023 während der Oldtimermesse in Paris 230 Fahrzeuge im Gesamtwert von 80 Millionen Euro.

Ferrari 250 LM von 1964

Ein Ferrari 250 LM ist mit 32 gebauten Exemplaren in etwa so selten wie ein 250 GTO, der 36-mal gebaut wurde. Mit einem LM gewann Ferrari 1965 das 24h-Rennen von Le Mans, die Fahrer waren Masten Gregory und Jochen Rindt.

In Paris wird das Auto mit der Chassis Nummer 5901 versteigert. Es war Reserveauto bei den 24 von Daytona. Damit hat das Auto zwar keine Rennerfolge vorzuweisen, ist jedoch original erhalten: Fahrgestell, Motor, Getriebe und Karosserie sind dieselben wie bei der Auslieferung. Der Ferrari war unter anderem im Besitz von Massimo Ferragamo und zuletzt 20 Jahre in der Sammlung eines französischen Enthusiasten.

Ferrari 340 America von 1951

Ferrari 340 America Barchetta Touring (1951) historische Aufnahme Foto: Artcurial
Hübsch selten: Nur dieser Ferrari 340 bekam eine Karosserie des Herstellers Touring.

Aus der Sammlung des Niederländers Bart Rosman versteigert Artcurial einen Ferrari und zwei Bugatti. Der Ferrari 340 America Barchetta Touring Superleggera war bei zahlreichen Rennen eingesetzt, darunter bei den 24h von Le Mans 1951, der Tourist Trophy 1951, den 12h von Sebring 1953 und der Daytona Speed Week 1954. Der stärkste Ferrari seiner Zeit ist einer von sieben, die gebaut wurden und als einziger mit einer Touring-Karosserie ausgestattet. Der Motor ist original, das Auto restauriert. Es befand sich seit 1975 in der Rosman-Sammlung. Der Ferrari wird ohne Mindestgebot versteigert und auf fünf bis acht Millionen Euro geschätzt.

Bugatti Type 35C und Type 43

Zwei Bugatti-Rennwagen, die Artcurial in Paris versteigert, stammen ebenfalls aus Bart Rosmans Sammlung. Die beiden Rennwagen von 1929 und 1931 sollen geschätzte 1,2 bis 1,8 respektive 2,5 bis 3,5 Millionen kosten und werden, wie der Ferrari, ohne Mindestgebot versteigert.

Der Type 35C ist der teurere von beiden. Er ist seit 1931 unverändert und verfügt über eine erfolgreiche Renngeschichte. Laut Artcurial handelt es sich um einen der authentischsten Type 35. Das Auto fuhr 1929 beim Monaco Grand Prix auf den vierten Platz, gehörte eine Zeit lang dem Baron Georg Philippe de Rothschild und befand sich seit 1977 in Rosmans Sammlung.

Den Type 43 besaß Rosman 15 Jahre lang. Markenexperte Pierre-Yves Laugier bezeichnet den 43 Grand Sport als einen der besten Bugatti überhaupt. Angetrieben wird der Sportwagen von einem Achtzylinder-Kompressormotor, was ihn zu einem Supercar seiner Zeit mache, so Laugier.

Bugatti 57 Atalante

Ungeachtet seiner eleganten Erscheinung ist auch ein Bugatti 57 Atalante eines der schnellsten Autos seiner Zeit. Unter der langen Haube sitzt ein ästhetisch und technisch anspruchsvoller Reihenachtzylinder. Chassis und Karosserie sind laut Artcurial original, die Historie ist lückenlos belegt. Als einer von etwa drei überlebenden Type 57 Atalante mit großem Schiebedach ist das Auto außerdem extrem selten. Eine Zeit lang gehörte das Auto dem niederländischen Unternehmer Victor Muller, der als Gründer von Spyker und mit der Übernahme von Saab für Schlagzeilen sorgte. Der Preis des Bugatti liegt bei zwei bis drei Millionen Euro.