Porsche 356 Scheunenfund
Der stand 45 Jahre in einer Scheune
Die Oldtimer Galerie versteigert am 30. Mai 2026 in Luzern einen Porsche 356, der 45 Jahre in einer Schweizer Scheune stand.
20.05.2026
Andreas Of-Allinger
Foto: Daniel Reinhard/Zwischengas/Oldtimer Galerie
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Die Oldtimer Galerie aus Toffen versteigert während der Oldtimermesse Swiss Classic World in Luzern am 30. Mai einen Porsche 356, der nach 45 Jahren Standzeit von den Erben des letzten Besitzers in einer Scheune entdeckt wurde.
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Das Coupé mit luftgekühltem 90-PS-Boxermotor ist offenbar restaurierungsbedürftig und wurde in den 70er-Jahren grün lackiert.
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Porsche produzierte den 356 zwischen 1950 und 1966 in Stuttgart. Davor war das Modell 356/2 zwei Jahre lang mit Aluminium-Karosserie im österreichischen Gmünd gebaut worden
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Der 356 B erschien 1959 mit höherer Frontstoßstange, stärkeren Motoren und besserer Beleuchtung.
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Im Modelljahr 1962 bekam der 356 größere Front- und Heckscheiben, einen Motordeckel mit zwei Lüftungsgittern und eine Kofferraumklappe mit geraderem Abschluss.
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Genau einen solchen 356 B T6 aus dem letzten Baujahr lieferte Porsche in die Schweiz.
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Dort wurde der Sportwagen im Juli 1963 erstmals zugelassen.
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Anfang der 1970er-Jahre wechselte das 90 PS starke Coupé den Besitzer. Der ließ Ende 1976 den Motor revidieren, das Coupé grün lackieren und stellte es nach einigen Jahren der Nutzung 1981 in eine Scheune.
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Nach 45 Jahren Standzeit wird etwas mehr als eine gründliche Reinigung und ein neuer Porsche-Schriftzug nötig sein.
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Das rote Interieur des Scheunenfund-Porsche benötigt ebenfalls etwas mehr als eine gründliche Reinigung.
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Das Cockpit hat die typischen Rundinstrumente mit den grünen Ziffern der frühen Porsche-Jahre.
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Der Porsche 356 hat drei Rundinstrumente hinter dem Lenkrad und eine Zeituhr.
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Der Drehzahlmesser sitzt mittig, der Tachometer rechts davon - diese Aufteilung gilt auch heute noch beim 911.
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An einigen Stellen löst sich der Lack.
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Unklar, was dazu geführt hat, dass der Lack abplatzt.
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Spuren eines langen Autolebens: Werkzeugkiste und Öldosen unter der Kofferraumklappe.
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Der luftgekühlte 1,6-Liter-Boxermotor im Heck leistet 90 PS.
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Porsche hat den 356 ab 1950 in Stuttgart gebaut, anfangs fertigte Reutter die Karosserien, später Porsche selbst. Die ersten Verbesserungen wie stärkere Motoren und geänderte Aufhängungen kamen 1955 mit dem 356 A. Der 356 B erschien 1959 mit höherer Frontstoßstange, stärkeren Motoren und besserer Beleuchtung. Im Modelljahr 1962 bekam der 356 größere Front- und Heckscheiben, einen Motordeckel mit zwei Lüftungsgittern und eine Kofferraumklappe mit geraderem Abschluss.
Genau einen solchen 356 B T6 aus dem letzten Baujahr lieferte Porsche in die Schweiz. Dort wurde der Sportwagen im Juli 1963 erstmals zugelassen. Anfang der 1970er-Jahre wechselte das 90 PS starke Coupé den Besitzer. Der ließ Ende 1976 den luftgekühlten 1,6-Liter-Boxermotor revidieren und die Karosserie in Grün lackieren.
1981 in die Scheune gestellt, 2026 geborgen
Der Besitzer nutzte den Porsche als Hochzeitsauto und fuhr ihn einige Jahre lang. Laut Auktionshaus belegt ein ab August 1977 geführtes Bordbuch die regelmäßige Nutzung und Wartung. Der letzte Eintrag notierte Ende 1981 einen Kilometerstand von 62.420. Nach weiteren 100 Kilometern stellt der damalige Besitzer das Auto in einer Scheune ab. Erst nach dessen Tod entdecken die Erben das Coupé, im März 2026 wird es geborgen.
Am 30. Mai versteigert die Oldtimer Galerie den Porsche-Scheunenfund ohne Mindestpreis während der Swiss Classic World Luzern. Der Schätzpreis liegt bei 30.000 bis 40.000 Euro.