Fahrzeugmarkt Techno Classica Salon 2026

Diese Klassiker gibt's unter 20.000 Euro

Auf dem Techno Classica Salon stehen nicht nur hochpreisige Sammlerfahrzeuge zum Verkauf. Wir zeigen fünf Klassiker und Youngtimer, die zu Preisen zwischen 12.500 und 20.000 Euro angeboten werden.

Techno Classica Salon 2026 Fahrzeuge bis 20.000 Euro Foto: Carina Mollner 11 Bilder

Mit der Premiere des Techno Classica Salon am neuen Standort in den Hallen der Messe Dortmund vom 24. bis 27. September 2026 beginnt ein neues Kapitel für die traditionsreiche Oldtimer-Messe. Nach vielen Jahren in Essen findet sie erstmals in Dortmund statt. Auf rund 50.000 Quadratmetern in sechs Hallen und einem Freigelände sind mehr als 2.700 Sammlerfahrzeuge zu finden – vom erschwinglichen Youngtimer über Rennwagen und Restomods bis hin zum hochpreisigen Prestige-Automobil.

Wer sich durch die Hallen bewegt und den Blick von den Sammlerstücken zu sechsstelligen Preisen abwendet, entdeckt Klassiker für deutlich weniger Geld. Wir haben uns deshalb gezielt unter den Angeboten zwischen 10.000 und 20.000 Euro umgesehen und fünf spannende Autos ausgesucht. Eines davon wurde sogar nie offiziell in Europa angeboten.

BMW Isetta – 12.500 Euro

Das günstigste Auto unserer Auswahl ist gleichzeitig das kleinste. Für 12.500 Euro Verhandlungsbasis steht auf dem Techno Classica Salon eine BMW Isetta zum Verkauf. Nähere Angaben zu Baujahr, Laufleistung oder Motorisierung macht der Anbieter nicht.

Das Motocoupé ist wohl eines der bekanntesten Fahrzeuge der Nachkriegszeit und stammt ursprünglich nicht von BMW. Der Münchner Hersteller erwarb Mitte der 1950er-Jahre die Lizenz für den vom italienischen Hersteller Iso entwickelten Kleinstwagen und passte ihn für die eigene Produktion an. Unter anderem ersetzte BMW den ursprünglichen Zweitaktmotor durch einen Einzylinder-Viertakter aus dem Motorradbau. 1955 begann die Produktion in München.

Ein besonderes Detail ist die aufklappbare Fahrzeugfront. BMW bot die Isetta als 250- und 300-Variante an mit 12 und 13 PS an. Rund 85 km/h waren damit möglich. Bis 1962 entstanden etwa 161.000 Exemplare.

Mercedes-Benz SL 320 – 13.900 Euro

Für nur 1.400 Euro mehr als die Isetta gibt es deutlich mehr Auto: Dieser Mercedes-Benz SL 320 der Baureihe R 129 kostet 13.900 Euro. Das angebotene Exemplar stammt aus dem Jahr 1998, hat laut Verkäufer rund 160.000 Kilometer zurückgelegt und hatte bislang zwei Besitzer.

Der R 129 kam 1989 auf den Markt und blieb bis 2001 im Programm. Technisch war der Roadster für seine Zeit aufwendig: Zu den Besonderheiten gehörten die Integralsitze mit integriertem Gurtsystem und der automatisch ausfahrende Überrollbügel. 1998 erhielt der SL eine weitere Modellpflege, bei der Mercedes unter anderem neue Motoren einführte. Der SL 320 leistete weiterhin 231 PS. Insgesamt entstanden während der zwölfjährigen Bauzeit knapp 205.000 Exemplare des R 129.

VW T4 Westfalia – 18.500 Euro

Wer mit seinem Klassiker nicht nur fahren, sondern auch verreisen möchte, findet auf der Messe einen VW T4 mit Westfalia-Campingausbau. Das 1996 gebaute Exemplar ist ein Japan-Reimport und hat laut Anbieter 178.000 Kilometer zurückgelegt. Unter der Haube arbeitet ein 2,5-Liter-Benziner, zur Ausstattung gehören eine Klimaanlage und eine Webasto-Heizung. Der Messepreis liegt bei 18.500 Euro.

Der 1990 vorgestellte T4 markierte einen großen Umbruch in der Bulli-Geschichte. Nach vier Jahrzehnten mit dem Motor im Heck wechselte VW beim Transporter zu Frontmotor und Frontantrieb. Die Firma Westfalia lieferte das passende Ausbaupaket und machte den Bus zum Camper. Zum Campingausbau gehören das Aufstelldach, die Sitzbank mit Tisch und eine Küchenzeile.

Einen kleinen Stilbruch erlauben sich dagegen die Aero-Räder im 18-Zoll-Format. Sie dürften eher Tuning-Fans als Camping-Puristen ansprechen.

Opel Rekord P2 Caravan – 19.500 Euro

Lange bevor Kombis bei Opel Sports Tourer hießen, trugen sie einen anderen Namen: Caravan. Die Bezeichnung setzte sich aus Car und Van zusammen. Der Hersteller verwendete diese Bezeichnung seit den 1950er-Jahren für seine Kombimodelle. Ein frühes Beispiel ist dieser Rekord P2 Caravan aus dem Jahr 1960. Das angebotene Exemplar wurde am 31. Oktober erstmals zugelassen, befindet sich laut Verkäufer in fünfter Hand und besitzt noch seinen originalen Pappbrief. Der Preis liegt bei 19.500 Euro Verhandlungsbasis.

Der Rekord P2 kam ebenfalls 1960 auf den Markt und löste den Olympia Rekord P1 ab. Auffällig waren die gegenüber dem Vorgänger sachlicher gezeichnete Karosserie und die weitgehend verschwundenen Panoramascheiben. Neben den Limousinen und dem später ergänzten Coupé gab es den P2 auch als dreitürigen Caravan. Bei den Motoren konnten Käufer zwischen einem 1,5-Liter-Vierzylinder mit 50 PS und einem 1,7-Liter mit 55 PS wählen. Bis 1963 entstanden rund 754.000 Rekord P2.

Nissan Murano CrossCabriolet – 20.000 Euro

SUV oder Cabrio? Nissan entschied sich beim Murano CrossCabriolet kurzerhand für beides. Der ungewöhnliche Zweitürer entstand auf Basis der zweiten Murano-Generation und feierte 2010 auf der Los Angeles Auto Show Premiere. Anfang 2011 kam er in den USA auf den Markt. Nach Europa schaffte es das CrossCabriolet dagegen nicht offiziell. Nissan bezeichnete das Modell damals als erstes allradgetriebenes Crossover-Cabriolet der Welt.

Unter der Haube arbeitet ein 3,5-Liter-V6 mit 265 hp (268 PS), kombiniert mit einem stufenlosen Xtronic-CVT-Getriebe und Allradantrieb. Für den Umbau zum Cabrio entfernte Nissan nicht einfach nur das Dach. Gegenüber dem normalen Murano erhielt das CrossCabriolet zwei deutlich längere Türen, verzichtete auf die B-Säulen und bekam eine entsprechend verstärkte Karosserie. Unter dem Stoffverdeck finden vier Personen Platz. Das in Dortmund angebotene Exemplar ist bereits in Deutschland zugelassen und soll 20.000 Euro kosten.