Mazda Roadster Coupé (MX-5)
Die seltenste Kleinserie des MX-5
Mazda bot den MX-5 NB in Japan auch als Roadster Coupé mit fest integrierter Dachkonstruktion an. Die seltene Werksvariante blieb Europa verwehrt.
29.12.2025
Carina Mollner
Foto: Malte Buls
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Seit 30 Jahren verzückt der Mazda MX-5 die Automobilwelt. Wir blicken zum Geburtstag auf die Geschichte des Kult-Roadsters.
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Ach, wie niedlich. Die Klappscheinwerfer waren die Markenzeichen des MX-5 der ersten Generation - genannt NA.
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Mazda präsentierte seinen Roadster am 9. Februar 1989 auf der Chicago Motor Show. Der kleine MX-5 schlug sofort ein.
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Im April 1990 kam der MX-5 nach Deutschland. 35.500 D-Mark kostete der puristische Zweisitzer. Ein 115 PS starker 1,6-Liter-Benziner trieb ihn an.
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Süß außen, schlicht innen: Die Mazda-Innenraum-Designer verbauten nur das Nötigste. Kleines Handschuhfach, wenig Ablagemöglichkeiten. Handbremse, Handschalter mit kurzen Wegen, Lenkrad, Pedalerie: Konzentration aufs Wesentliche.
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Mazda baute im Lauf der Jahre einige Concept-Cars des MX-5. Hier im Bild das "Miata Electric Vehicle Energia" von 1991.
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Fahrspaß für die Großen und für die Kleinen: ein Bobby-Car aus dem Jahr 1996, das dem MX-5 nachempfunden ist.
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Freude am Fahren, Freude am Ausprobieren, Wasserstoff statt Benzin: 1993 unterzieht Mazda den MX-5 einem besonderen Praxistest.
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Hier ein Bild des Hydrogen-Cars aus dem Jahr 1997. Es sollte ein Konzeptfahrzeug bleiben.
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Den NA verkaufte Mazda von 1990 bis 1998. Dann kam der Nachfolger NB, hier als Zeichnung.
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Die Schlafaugen sind weg: Gesetze, Fußgängerschutz. Trotzdem schwimmt der MX-5 weiter auf der Erfolgswelle.
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Das Konzept bleibt gleich: Frontmotor, Heckantrieb. So lässt sich Fahrspaß auf sichere Weise maximieren.
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In Deutschland bietet Mazda den NB ab 1998 in zwei Ausbaustufen an. 1,6-Liter-Motor mit 110 PS und 1,9-Liter-Motor mit 140 PS.
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144 Liter passen in den Kofferraum. Genug für einen Ausflug am Wochenende. Kurven bleiben sein Jagdgebiet, obwohl das Leergewicht je nach Motor und Ausstattung auf zwischen 1.090 und 1.150 Kilogramm hochgeht.
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Also rund 150 Kilo mehr als beim NA. Alltagskomfort und Langstreckentauglichkeit vernachlässigt der MX-5 weiterhin. Beziehungsweise sie sind ihm nicht ganz so wichtig.
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Die Leistung ist auch nicht entscheidend. Geraden spult er ab, nach Kurven giert der MX-5.
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Ein Markenzeichen des MX-5, das sich durch alle Generationen zieht: Handschalter mit kurzen und schön definierten Wegen.
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Die Japaner halten dem Saugmotor weitesgehend die Treue. Manche Länder kommen mit dem NB aber auch in den Genuss von aufgeladenen Aggregaten.
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Turbo-Motor des Mazda MX-5 Roadster Turbo (2003).
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2005 stand der dritte Generationswechsel an. Der NB ging in Rente und übergab an den NC.
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Mazda strebt nach mehr Sicherheit, verstärkt unter anderem die A-Säulen (+ 5,4 kg), verbaut ein neues Querschott hinter den Sitzen (+ 12,8 kg) und Seitenairbags (+ 2,3 kg). Die Ingenieure versuchen, an anderen Fahrzeugecken zu sparen. Jedes Gramm zählt. Der MX-5 ist dem Leichtbau verpflichtet. Der Innenraumspiegel wird um 84 Gramm leichter.
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Mit dem NC geht Mazda neue Wege. Erstmals gibt es den Zweisitzer auch mit faltbarem Hardtop. Für mehr Komfort und Sicherheit. Die Puristen bleiben dem Stoffverdeck treu.
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Modellpflege 2008: Mazda hübscht den NC auf. Er zeigt sich neben NA und NB.
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Im Februar 2010 hat Mazda bereits 875.000 Stück seines Kult-Roadsters verkauft.
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Bevor es mit dem ND weitergeht, unterzieht Mazda dem MX-5 einem weiteren Facelift.
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Zielstrebig nähert sich der MX-5 einer Schallmauer. Mit der zweiten Modellpflege des NC knackt er die Stückzahl von einer Million noch nicht.
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Am 22. April 2016 läuft in Hiroshima der millionste MX-5 vom Band. Hier sehen Sie den ND als RF mit Hardtop.
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Es würde den Rahmen sprengen, alle Facelifts, Sondermodelle und Editionen für die vier Generationen des MX-5 aufzuzählen. Deshalb schneiden wir mal die Kurve, und kommen in die Neuzeit.
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Seinen Basisbenziner (1,5 Liter) hat Mazda im Vorjahr von 131 auf 132 PS leistungsgesteigert, den Zweiliter-Benziner von 160 auf 184 PS aufgepumpt.
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Ja, auch in einem MX-5 gibt es inzwischen Spurhalte- und Spurwechselassistenten. Trotzdem ist er ein Purist geblieben. Und einer, der auch heute auf seine Figur achtet. 1.042 Kilogramm wiegt der 1,5-Liter mit randvollem 45-Liter-Tank. 1.079 Kilogramm der größere Sauger. 1.125 Kilogramm der RF mit Klappdach.
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22.990 Euro kostet er heute in der Basis. Etwas mehr als 30.000, wenn man den Zweiliter-Motor bestellt, und beim Sport-Paket (plus 1.900 Euro) ein Häkchen setzt.
Foto: Arturo Rivas
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Der MX-5 hat die Automobil-Welt bereichert. Er hat sie bespaßt. In seiner Einfachheit liegt auch heute noch, 30 Jahre nach seiner Geburt, das Erfolgsrezept des Mazda MX-5. Handschalter, Saugmotor, Heckantrieb.
Foto: Rossen Gargolov
Der Mazda MX-5 ist in Europa ein Synonym für einen offenen Roadster. Umso überraschender ist, dass ausgerechnet die zweite Generation (NB) eine Werksvariante bekam, die mit dieser Grundidee bricht: ein Coupé mit festem Dach. Offiziell heißt diese Version Mazda Roadster Coupé. Der japanische Hersteller brachte das Modell im Oktober 2003 in Japan auf den Markt. Das Fahrzeug richtete sich an Kunden, die die MX-5-DNA schätzen, sich aber eine geschlossene Karosserie mit eigenständigem Auftritt wünschten.
Auch wenn das Coupé auf den ersten Blick wie ein völlig anderes Auto wirkt, bleibt die technische Basis klar der MX-5 NB: Frontmotor, Hinterradantrieb, kompaktes Format, der für Mazda typische Fokus auf niedrige Masse und direkte Rückmeldung. Der Unterschied liegt nicht in einer neuen Plattform, sondern in der Karosserieauslegung. Mazda nennt für das Coupé spezifische Karosserieteile und Merkmale wie eigene hintere Seitenfenster und eine beheizbare Heckscheibe. Außerdem sorgt das geschlossene Dach für mehr Steifigkeit in der Karosserie.
In Europa wirkt das NB-Coupé wie ein Einzelstück, weil man es fast nie sieht. Tatsächlich war es aber eine kleine Japan-Serie – häufig wird von rund 179 gebauten Exemplaren gesprochen, also extrem selten. In Europa bot Mazda das Roadster Coupé nie an.
Drei verschiedene Typen
Mazda hat das Roadster Coupé nicht einfach als "MX-5 mit festem Dach" gesehen, sondern als kleines Programm mit unterschiedlichen Ausrichtungen. Dafür gab es drei klar getrennte Varianten: Type S, Type A und Type E. Die Namen stehen weniger für mehr Ausstattung, sondern vor allem für unterschiedliche Charaktere.
Der Type S ist die sportliche Version. Er ist dem normalen NB-Roadster am nächsten, aber als Coupé gedacht für Leute, die vor allem fahren wollen. Deshalb kombiniert Mazda ihn mit dem kräftigeren 1,8-Liter und der 6-Gang-Handschaltung.
Der Type A ist technisch ähnlich sportlich, aber optisch anders gedacht. Mazda nennt ihn authentisch – gemeint ist ein klassischer, leicht retro-inspirierter Auftritt, der an traditionelle Sport- und Rennwagen erinnern soll. Also: gleiche Grundidee wie beim Type S, nur mit einem deutlich anderen Stil.
Der Type E ist die elegante, bequemere Interpretation. Mazda beschreibt ihn ausdrücklich als elegant und koppelt ihn an eine Automatik. Hier soll das Coupé weniger "Puristen-Spielzeug" sein, sondern eher ein stilvoller Alltags-Zweisitzer innerhalb der MX-5-Welt.
In der Fotoshow sehen Sie die Historie des Mazda MX-5 zum 30-jährigen Bestehen der Baureihe.