Plymouth Hemi GTX

Einer von nur elf in der Auktion

Nur wenige amerikanische Serienautos gelten heute als derart selten und begehrt wie ein später Hemi GTX. Von dieser Variante gab es nur elf Exemplare – hinzukommen hier der hervorragende Zustand und die besondere Lackierung.

Plymouth Hemi GTX 1971 Foto: Mecum Auctions 10 Bilder

Als dieser Plymouth GTX 1971 das Chrysler-Werk verließ, war die glorreiche Zeit dicken Muscle-Cars fast vorbei. Strengere Abgasvorschriften, steigende Versicherungskosten und sinkende Nachfrage machten den legendären Chrysler 426-Hemi-V8 zum Auslaufmodell. Dieses Fahrzeug ist eines der letzten Modelle und eines von nur elf Exemplaren mit 4-Gang-Schaltgetriebe. Von diesen elf bekamen nur vier zusätzlich das Top-Optionpaket A34 Super Track Pak. Und dieser GTX ist vermutlich der Einzige, der ab Werk in Winchester Gray lackiert ist. Mehr Pluspunkte kann ein serienmäßiges Muscle-Car wohl kaum bieten.

Das Beste, es steht zum Verkauf. Mecum Auctions bietet diesen Plymouth am 15. Mai 2026 in Indianapolis an. Nicht nur die harten Fakten machen diesen Klassiker so spannend, sondern auch seine gute Substanz. Laut Auktionshaus stimmen die matching numbers überein, damit sind der 426 Hemi-V8 mit 425 PS und das A833-Vierganggetriebe original.

Noch einmal mit allem, bitte

Wie bereits erwähnt, lief für diesen Motor 1971 bereits der Abspann und trotzdem bestellten einige Käufer den großen Rennsport-V8 noch einmal genau so, wie man ihn aus den Hochzeiten kannte. Zwei Carter-Vierfachvergaser auf Aluminium-Ansaugbrücke und die markante Air-Grabber-Haube mit großem ovalem Luftfilter.

Das A34 Super Track Pak liefert dazu die passende Hinterachse und Übersetzung. Mecum nennt ein Dana-60-Differenzial mit Sure Grip und 4.10er Übersetzung; vorn packen servounterstützte Scheibenbremsen zu, eine Servolenkung ist ebenfalls an Bord. Verstärkte Fahrwerkskomponenten gehörten bei Hemi-Bestellungen ohnehin zum Pflichtprogramm.

Innen wie außen purer Motorsport

Optisch zeigt das 1971er-Modell das aerodynamisch geschärfte Redesign, an dem auch Chrysler-Leute aus dem NASCAR-Umfeld mitgearbeitet haben. Der Rennfahrer Richard Petty gewann mit der verwandten Technik im selben Jahr die Grand National Championship. Beim Mecum-Exemplar setzen schwarzes Vinyl-Dach, Zierstreifen entlang der Karosserielinie und die geschwärzte Air-Grabber-Haube farbliche Akzente.

Innen geht es passend weiter: Einzelsitze, Mittelkonsole und Pistol-Grip-Schalthebel, Holzdekor, Rallye-Armaturenbrett mit Drehzahlmesser sowie ein AM/FM-Radio. Außen ergänzen GTX- und HEMI-Schriftzüge das Fahrzeug, dazu Rallye-Räder mit G60-15 Goodyear Polyglas GT.

Zur Dokumentation gehören ein originales Broadcast Sheet und der originale Window Sticker. Der außergewöhnliche Zustand des GTX ist laut Mecum das Ergebnis einer umfassenden Rotisserie-Restaurierung durch Dennis Kohr. Das Auktionshaus taxiert den 1971er Plymouth Hemi GTX auf 325.000 bis 350.000 US-Dollar, was umgerechnet 276.610 bis 297.880 Euro entspricht.