Porsche 356 Pre-A Coupé Reutter von 1953

Malerisch verfallender Porsche zu verkaufen

Ein Porsche 356 Coupé mit Reutter-Karosserie, 1953 nach München geliefert, stand jahrelang in den USA und Griechenland herum. Am 1. Februar 2023 kommt der Pre-A bei einer Auktion in Paris unter den Hammer.

Porsche 356 Pre-A Coupe Reutter (1953) Foto: RM Sotheby's 16 Bilder

Die ersten 356 baute Porsche 1948 im österreichischen Gmünd. Nach zwei Jahren zog die Firma mit der Produktion nach Stuttgart um – heute noch Stammsitz der Firma. Bis Porsche das selbst machte, baute Reutter die Karosserien. So auch bei diesem 356 Pre-A Coupé, das am 3. November 1953 die Werkshallen in Richtung München verließ.

Original mit 1500 Kubik und Telefunken-Radio

Porsche 356 Pre-A Coupe Reutter (1953) Foto: RM Sotheby's
Blick mit Knick: frühe 356 haben einen vertikalen Knick in der Frontscheibe.

Chassis Nummer 51368 erlaubte schon einen ungeteilten Blick durch die Scheibe. Die hatte jedoch noch einen kleinen vertikalen Knick in der Mitte. Die Karosserie war in Fischsilber lackiert, unter der Motorklappe rumorte ein Vierzylinder-Boxermotor mit 1,5 Liter Hubraum. Damit war man Anfang der 1950er-Jahre gut motorisiert und angezogen. Ein Telefunken-Radio im Armaturenbrett unterhielt die Passagiere. Wann es zuletzt Sender empfing, ist jedoch ebenso unklar wie die Laufleistung des lange nicht mehr bewegten Porsche.

Irgendwann zwischen 1953 und 1981 wanderte der 356 in die USA aus, wechselte dort den Besitzer. Der ließ einen Motor vom Typ 506 installieren, was ein Downgrade auf 1,3 Liter Hubraum bedeutete. Bilder und Rechnungen dokumentieren, dass zwischen 1984 und 1988 eine Restaurierung samt Neulackierung stattfand. Beendet wurde jedoch nicht das Projekt, sondern die Zeit des 356 in den USA: Der Besitzer wanderte samt Porsche nach Griechenland aus. Dort fand das Coupé 1992 einen neuen Besitzer, jedoch nicht mehr zurück auf die Straße.

Schätzpreis 80.000 bis 100.000 Euro

Am 1. Februar 2023 versteigert RM Sotheby's das gute Stück samt zweier Motoren, die jedoch nicht so aussehen, als seien sie in jüngster Zeit gelaufen: Zum Auto gehört nicht mehr der originale 1,5-Liter-Boxer. Dafür gibt es einen Typ 616 mit 1,1 Litern und einen Typ 506 mit 1,3 Litern Hubraum dazu. Werkstattunterlagen gehören ebenfalls zum Auto, das geschätzte 80.000 bis 100.000 Euro einbringen soll.