Porsche 911 Targa

Der einzige echte Targa

Der einzige echte Targa kommt bekanntlich aus dem Hause Porsche, das sich den Namen auch schützen ließ. Nachgedacht wurde über diese offene Version des 911 bereits vor dessen Präsentation 1963, weil man in Zuffenhausen Angst hatte, dass ein richtiges Cabrio ohne Überrollbügel womöglich bald amerikanischen Sicherheitsbestimmungen zum Opfer fallen würde.

Porsche 911 Targa, Frontansicht Foto: Archiv 17 Bilder

Der einzige echte Targa kommt bekanntlich aus dem Hause Porsche, das sich den Namen auch schützen ließ. Nachgedacht wurde über diese offene Version des 911 bereits vor dessen Präsentation 1963, weil man in Zuffenhausen Angst hatte, dass ein richtiges Cabrio ohne Überrollbügel womöglich bald amerikanischen Sicherheitsbestimmungen zum Opfer fallen würde.

Legendäre Targa Florio gibt den Namen

Zur Namensfindung gingen die Verantwortlichen dann alle möglichen Rennstrecken durch und kamen bald auf die Targa Florio - keine schlechte Wahl, schließlich hatte Porsche dort bis 1973 elf Mal den Gesamtsieg gefeiert und war damit Rekordsieger. Targa also, das klang gut. Dass der Begriff auf Lateinisch Schild heißt und um so besser passte, merkten die Beteiligten erst später.

1965 jedenfalls präsentierten die Zuffenhausener den Porsche 911 Targa, zunächst noch mit einem zu öffnenden Soft Window, bald aber mit einer stabilen und nicht herausnehmbaren Heckscheibe. Gebaut wurde der Targa, den es fast immer mit denselben Motorisierungen gab wie das Coupé, bis zum Ende der Baureihe 964 im Jahr 1993. Der Anteil der Targas im Vergleich zu den Coupés betrug meist rund 40 Prozent.

Porsche 911 Targa sind treu wie Gold

Hier interessieren uns am ehesten die zwischen 1974 und 1989 gebauten G-Modelle, die es mit Motoren von 2,7 Litern und 150 PS bis zu den späten 3,2-Liter-Carrera mit 231 PS gibt. Sie alle sind allerdings längst in den 911-Preissog geraten, unter 35.000 Euro findet sich kaum brauchbares Material. Das ist schade, denn auch ein Porsche 911 Targa ist in erster Linie ein 911, wenn auch nicht ganz so steif und sportlich wie ein Coupé - ein 911 für Genießer, könnte man sagen.

Gut gewartet und gepflegt sind Porsche 911 Targa tatsächlich treu wie Gold, dann sind auch die Betriebskosten überschaubar. Kaufen aber sollte man nur mit einem Spezialisten.

So viel kostet ein Porsche 911 Targa

Porsche 911 Targa der G-Modell-Reihe kosten in gutem Zustand rund 42.000 Euro, im Zustand 4 sind etwa 13.000 Euro fällig. Für alltagstaugliche Fahrzeuge ohne Wartungsstau und mit nachvollziehbarer Historie sollte man mindestens 35.000 Euro einplanen.