Retro Classics Essen 2026 (8.-12. April 2026)
12 Klassiker vom Polo I bis zum Bugatti EB 110
Premiere für die Retro Classics Essen: Die Oldtimer-Messe (8. bis 12. April 2026) zeigt 2.500 Autos in 8 Hallen. Wir haben uns umgesehen und diese 12 Klassiker gefunden.
09.04.2026
Andreas Of-Allinger
Foto: Andreas Of-Allinger
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Der niederländische Händler onlycabrios.nl bietet in Halle 3 diesen Alfa Romeo 2000 GTV Bertone an. Das Coupé in 501 Alfa Rosso soll 49.000 Euro kosten. Der Zweilitermotor leistet 130 PS und ist für 195 km/h gut.
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Das Baujahr ist mit 1972 angegeben und die Laufleistung mit 44.000 – vermutlich abgelesenen – Kilometern. Laut Beschreibung wurde der Alfa im April 1972 nach Holland geliefert, war anschließend 10 Jahre in Italien, ab 1983 wieder in Holland und ab 1984 dort in der Hand eines Alfa-Fans, der das Auto 41 Jahre behielt und „body-off“ restaurierte.
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Seltenes Fundstück in Halle 6: Die Stuttgarter Karosseriefirma Baur fertigte nur 310 TC4 auf Basis des BMW E36. Das besondere an dieser offenen 3er-Variante ist die Variabilität: Das Dach kann segmentweise geöffnet werden und wer alle Dachteile öffnet, hat ein viertüriges Cabrio.
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Anders als das Werkscabrio gab es den Baur TC4 mit allen Motorvarianten des BMW 3er E36. Hier handelt es sich um das am Basismodell 316i aus dem Jahr 1993. Seither sind 199.806 Kilometer zusammengekommen. Der private Verkäufer möchte 10.900 Euro haben.
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Teile und Autos gibt es in Halle 6. Die Baureihe E24 hat 2026 50-Jähriges. Dieser 635 CSi war von 1985 bis 1990 auf die BMW AG zugelassen, diente anschließend Bosch als Erprobungsfahrzeug und war dann 34 Jahre im Familienbesitz eines Bosch-Mitarbeiters.
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Das alpinweiße Coupé ist mit 5-Gang-Schaltgetriebe und Sportsitzen in Büffelleder ausgestattet. Mit einer Laufleistung von 142.492 km und Zustandsnote 2 soll der 635 CSi 39.635 Euro kosten.
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Traumautos stehen in Halle 3. So wie dieser Bugatti EB 110 GT. Es ist einer von 84 und er soll bei SC Investment 1,65 Millionen Euro kosten. Der italienische Unternehmer Romano Artioli hatte die Marke Bugatti 1991 mit dem EB 110 wiederbelebt. Der Name des Supersportwagens steht für den 110. Geburtstag Ettore Bugattis. Die Technik war spektakulär: 3,5 Liter Hubraum, 12 Zylinder, 60 Ventile, vier Turbolader und 550 PS – kombiniert mit 6-Gang-Schaltgetriebe und permanentem Allradantrieb.
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Das vermutlich günstigste Auto der Messe steht in Halle 3 bei Teichmann Racing aus Adenau am Nürburgring. Der Fiat 126 ELX von 1994 soll 2750 Euro kosten.
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Das Besondere am ab 1994 gefertigten ELX: Ein geregelter Katalysator reinigt die Abgase des 24 PS starken Zweizylinder-Heckmotors. Die Laufleistung ist mit 186.219 Kilometern angegeben – das spricht für die Robustheit des „Maluch“.
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Bei Spritpreisen von über 2,10 Euro für den Liter Superbenzin möchte vielleicht nicht jeder einen Jeep mit 4,2-Liter-Reihensechszylinder, 3-Gang-Automatik und Allradantrieb haben. Wenn doch: Hier steht einer von 1978, der für 24.750 Euro Lust auf das nächste Abenteuer macht.
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Motor und Verteilergetriebe sind laut Verkäufer überholt, die Reifen und Kreuzgelenke erneuert. Ein SUV-Pionier mit Blattfederfahrwerk und diversen Spuren der Nutzung rundum.
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Bereit für das nächste Abenteuer? CC Cars verkauft in Halle 3 diesen Land Rover Discovery „Camel Trophy“. Unter dem Namen der Zigarettenmarke fanden jahrelang Extremtouren statt, die Autos waren immer sandfarbene Land Rover.
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Sandbleche und Reservekanister rüsten diesen Discovery für wüste Touren. Dieses Exemplar von 1997 hatte als Marketingauto von Land Rover Deutschland vermutlich ein ruhigeres Leben als seine Artgenossen von der Camel Trophy. Auf dem Verkaufszettel stehen 95.000 Kilometer und ein Preis von 74.900 Euro – heftig für einen Discovery. Ein Fall für Liebhaber.
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Dieser Mercedes-Benz 300 SE ist mit Baujahr 1990 ein spätes Modell der Baureihe W126. An den dicken Stoßfängern sehen Kenner sofort, dass es ein US-Modell ist. Kurios: Das Verkaufsschild auf der Windschutzscheibe stammt noch von der Techno Classica Essen, die 2025 zum letzten Mal stattfand. Im Herbst gibt es eine Neuauflage in Dortmund.
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Der 300 SE soll mit 74.500 Kilometer Laufleistung 19.900 Euro kosten. Nicht wenig für einen W126-Sechszylinder mit den US-Stoßstangen, die seit der Modellpflege 1985 nicht mehr ganz so dick waren. Für einen Sechszylinder üppige Ausstattung: Leder, Klima, Fondkopfstützen, Schiebedach. Vielleicht ist der Preis wegen der US-Herkunft von 22.900 Euro um 3.000 Euro reduziert.
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Bei diesem schwarzen Mercedes, der in Halle 1 ganz unauffällig an der Wand steht, handelt es sich um einen ganz besonderen W124. Die breiten Radläufe verraten den 500E. Als solcher hat diese Limousine das Werk am 15.04.1992 verlassen. AMG baute das Auto auf die Sechslitervariante M119 E60 um.
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Nach dem Umbau diente der Sechsliterwagen mit dem Kennzeichen S-LL 1245 als Presseauto. Händler Reller will für den 374 PS starken Wolf im schwarzen Schafspelz 179.900 Euro haben. Es dürfte der teuerste W124 auf der Messe sein.
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Die Petrolheads verkaufen in Halle 3 diesen Opel Corsa A mit 45 PS. Das Sondermodelll „Cup“ hat 17.000 Kilometer auf der Uhr, wurde im August 1987 erstmals zugelassen, stammt aus erster Hand und ist unrestauriert. Ein Survivor, der mit 9.500 Euro bezahlt sein will.
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Großer Service und TÜV werden auf Wunsch erledigt. Eine Zeitkapsel aus den 80er-Jahren – wann haben Sie zuletzt einen Corsa A auf der Straße gesehen?
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Die Halle 3 ist eine Halle der Extreme: Ein paar Schritte vom Cup-Corsa für Vierstelliges steht ein Le-Man-Porsche für Siebenstelliges. Gassmann bietet diesen Kremer-Porsche 962 an – für 1,19 Millionen. Das Besondere an diesem 790 PS starken Le-Mans-Rennwagen: Er hat eine britische Straßenzulassung. Der vorige Besitzer ist damit 2022 von Großbritannien zum Porsche-Museum nach Stuttgart gefahren.
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Der Kremer-Porsche lief 1988 bei den 24h von Le Mans und fuhr im Rennen auf den 9. Gesamtrang. In der Interserie erzielte das Auto vier Siege, wurde in der IMSA und später bei historischen Motorsportveranstaltungen eingesetzt. Am Steuer saßen unter anderem Mario Andretti und Derek Bell.
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Dieser Triumph TR3, Baujahr 1955, kostet 110.000 Euro. Dafür garantiert der Verkäufer, Marreyt Classic Cars aus Belgien, eine Teilnahme mit diesem Auto bei der Mille Miglia 2026. Nur zum Vergleich: Auf dem deutschen Markt liegt der Preis für ein Note-1-Exemplar laut Classic-Analytics bei 43.000 Euro. Der als Neuwagen nach Griechenland gelieferte Linkslenker hatte bis 2014 nur zwei Besitzer, der erste behielt es 30 Jahre.
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Oldtimer-Messe in Essen: Die Retro Classics übernimmt von der Techno Classica Termin und Standort. Bis 2025 hatte die Siha die Oldtimer-Messe in den Hallen der Messe Essen organisiert, nun übernehmen die Könickes von der Retro Messen GmbH und eröffnen im Ruhrgebiet einen dritten Standort neben Stuttgart und Nürnberg.
12 Klassiker zum Kaufen
Einige Elemente sind neu, andere bekannt; die British Lane in der Galerie etwa. Große Händler konzentrieren sich in der Halle 3, die Gallery Aaldering in diese Halle umgezogen. Dort finden sich auch die meisten Autos zum Kaufen und das vielfältigste Angebot: Es reicht vom Fiat 126 für 2750 Euro bis zu hochpreisigen Klassikern für Siebenstelliges. Wir haben uns auf dem Markt umgesehen und stellen 12 Klassiker vor.
Alfa Romeo, Bugatti, Triumph oder Land Rover?
In Halle 3 stehen unter anderem Klassiker wie der Alfa Romeo GTV 2000 von 1972 mit restauriertem Zustand und 44.000 Kilometern für 49.000 Euro, einer von 84 Bugatti EB 110 GT für 1,65 Millionen Euro und der Kremer-Porsche 962 mit britischer Straßenzulassung und Renngeschichte für 1,19 Millionen Euro.
Ergänzt wird das Angebot durch einen Triumph TR3 von 1955, der für 110.000 Euro samt garantierter Mille-Miglia-Teilnahme angeboten wird, sowie einen Land Rover Discovery "Camel Trophy" für 74.900 Euro.
Das günstigste Auto der Messe
Freunde bezahlbarer Klassiker finden in Halle 3 und 6 interessante Angebote. Dort steht etwa der Fiat 126 ELX von 1994, der für 2.750 Euro das günstigste Auto der Messe sein dürfte. Echte Low-miler-Survivor sind ebenfalls in Halle 3 zu finden: So etwa ein manilagrüner VW Polo I mit 24.000 Kilometern für 11.999 Euro oder ein Opel Corsa A Cup aus erster Hand mit 17.000 Kilometern für 9.500 Euro. In Halle 6 steht wiederum ein seltener, viertüriger Baur TC4 auf BMW-E36-Basis von 1993 für 10.900 Euro.
Ein weiteres Highlight ist der BMW 635 CSi der Baureihe E24 in Alpinweiß mit Sportsitzen aus Büffelleder, 5-Gang-Schaltgetriebe und Bosch-Vorgeschichte für 39.635 Euro. Im Angebot ist außerdem ein Jeep Cherokee von 1978 mit 4,2-Liter-Reihensechszylinder und frischer Technik für 24.750 Euro sowie ein besonders gepflegter Mercedes 300 SE (W126, US-Modell) von 1990 mit 74.500 Kilometern für 19.900 Euro.
Informationen für Besucher: Preise und Öffnungszeiten
Die Retro Classics Essen findet vom 8. bis 12. April 2026 statt und hat Donnerstag bis Sonntag von 10 bis 18 Uhr geöffnet. In 8 Hallen und auf über 80.000 Quadratmetern Fläche zeigen rund 600 Aussteller 2.500 Autos, Motorräder und Nutzfahrzeuge. Der Eintritt kostet mit einer Tageskarte an der Kasse vor Ort 29 Euro, online 28 Euro und ermäßigt 21 Euro (Online-Tickets: 20 Euro). Die Adresse der Messe ist: Messeplatz 1, 45131 Essen. Die Messe ist vom Hauptbahnhof Essen mit der U11 erreichbar. Die nächste Retro Classics Essen ist für den 14. bis 18. April 2027 angekündigt.
So geht es mit der Techno Classica weiter
Von 1989 bis 2025 hat die Siha die Techno Classica in Essen organisiert. Die Oldtimermesse hat einen neuen Standort im Ruhrgebiet und wird vom 24. bis 27. September 2026 auf dem Messegelände Dortmund stattfinden. In sechs Hallen und auf 50.000 Quadratmetern Fläche sollen Händler und Clubs Platz finden. Der Techno Classica Salon Dortmund soll internationaler ausgerichtet sein. Projektleiterin Janine Franssen kündigt ein neues Konzept an: "Mit dem neuen Standort, dem neuen Termin und einem noch internationaleren Konzept setzen wir bewusst neue Trends – ohne unsere Wurzeln zu vergessen."
Das ist die Retro Classics
Die Cousins Henning und Thilo Könicke haben 2023 die Retro Messen GmbH von Gründer Karl Ulrich Herrmann übernommen. Herrmann hatte die Oldtimermesse Anfang der 2000er-Jahre in Stuttgart gegründet. Henning und Thilo Könicke führen den 1947 gegründeten Messeveranstalter Afag mit Sitz in Nürnberg in dritter Generation. Die Retro Classics Essen ist der dritte Standort neben Stuttgart und Nürnberg.