Youngtimer und Oldtimer auf der Rétromobile 2026
Porsche und Golf in Paris zum gleichen Preis
Wir haben uns auf der Oldtimer-Messe Rétromobile (28. Januar bis 1. Februar 2026) umgesehen und diese Oldtimer und Youngtimer bis 30.000 Euro gefunden.
29.01.2026
Andreas Of-Allinger
Foto: Andreas Of-Allinger
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Dieser braune Renault Fuego Turbo ist einer der Publikumsmagneten in Halle 4. Dort stehen die Autos bis 30.000 Euro. Wir haben die Highlights herausgesucht.
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Der Fuego verließ das Werk Maubeuge im Dezember 1982 Richtung USA in Vollausstattung. Besonders bemerkenswert sind die aufwendigen Ledersitze. Der aufgerufene Preis für das rare Phase-1-Modell: 15.500 Euro.
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Der dicke Stoßfänger, die Sidemarkers und das New Yorker Kennzeichen verraten die US-Vergangenheit. Der Turbo-Schriftzug steht für 108 PS aus 1,6 Liter Hubraum. Zusätzlich zur Klimaanlage verfügt dieser Fuego über ein Faltdach. Auf die Leichtmetallräder waren TRX-Reifen aufgezogen.
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Rarität im Scheunenfund-Zustand zum Restaurieren: 14.000 Euro soll dieser Fiat 125 Samantha kosten. Unter der Haube sollte ein Zweiliter-Vierzylinder mit 100 PS stecken.
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Das 1967 gebaute Coupé mit Vignale-Karosserie sei "totalement a réstaurer" erklärt der Händler auf dem Verkaufsschild. Nur 100 dieser hübschen Coupés wurden gebaut.
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Weit mehr produzierte Porsche vom 911 der Baureihe 911. Dieser Carrera 4 mit Tiptronic soll 29.911 Euro kosten. Ein fairer Preis, wenn die Technik in Ordnung ist.
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Seitdem er 2011 als Neuwagen nach Hamburg geliefert wurde, hat dieser Elfer 160.000 km zurückgelegt und laut Verkäufer sämtliche Wartungen erhalten. Vier Vorbesitzer fuhren das silberne Coupé.
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Exakt 30.000 Euro soll dieser Mercedes-Benz 190E 2.3-16 von 1986 kosten. Das entspricht dem Preis für einen W 201 Sechzehnventiler in gutem Zustand - und ist exakt die Preisgrenze auf dieser Verkaufsfläche in Halle 4.
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Die rauchsilberne Limousine stammt laut Verkaufsschild aus erster Hand, hat 123.000 Kilometer auf dem Tacho und seit einer Restaurierung 4.000 Kilometer zurückgelegt. Der Heckspoiler wirkt etwas wellig und das Lenkrad passt nicht zum Baujahr. Dafür lockt der 16V mit dem Getrag-Fünfgang-Schaltgetriebe.
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Wem ein 190er-Mercedes selbst als Sechzehnventiler zu gewöhnlich ist, dem könnte dieser Talbot Sunbeam Lotus das Herz wärmen: Der Kompakte hat den 2,2-Liter-Vierzylinder aus dem Lotus Esprit unter der Haube. Das Aggregat treibt über ein ZF-Fünfganggetriebe die Hinterräder an.
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Der Sunbeam kam 1977 als Chrysler zur Welt und bot bis auf die Glasheckklappe wenig Besonderes. Das änderte sich mit der Lotus-Version, denn die war mit 150 PS bei 960 Kilogramm Leergewicht der coolste Kraftwürfel der frühen 80er. Glatte 30.000 Euro will der Verkäufer für das Auto haben.
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Autos wie dieser Peugeot 304 SL machen die Rétromobile so interessant: Wann haben Sie diese kompakte Limousine zuletzt gesehen - noch dazu in einem solchen Zustand? Die Laufleistung ist mit 22.400 Kilometern angegeben.
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Hellgrüner Metallic-Lack, orangebraune Sitze, originale Aufkleber: Der scheinbar unberührte Originalzustand macht den Charme dieses Peugeot aus. Das weiß auch der Verkäufer, der stramme 20.000 Euro verlangt.
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Kein Turbo, aber immerhin ein GTi: Dieser Citroën CX aus dem Baujahr lockt mit dem Charme der frühen Serie, die noch Chromstoßstangen und Walzentacho hat. Lackiert ist die Limousine in bleu régate.
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Der GTi läuft mit seinem 128 PS starken 2,4-Liter-Vierzylinder 191 km/h - CX ist das französische Kürzel für den Cw-Wert. Der Verkäufer, ein Händler aus Paris, gibt 83.300 km Laufleistung an und will für den 2021 restaurierten CX 22.000 Euro haben.
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Am Rand der Halle 4 steht dieser Ford Mondeo 2.5 V6 mit RS-Paket. Die Fließheck-Limousine im Biodesign der 90er soll schmale 7.890 Euro kosten. Der vorn quer eingebaute Sechszylinder gibt 170 PS an ein Fünfgang-Schaltgetriebe weiter.
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Der 1994 erstmals zugelassene Ford hat 146.480 Kilometer auf dem Tacho. Der Verkaufszettel listet einige kürzlich erfolgte Reparatur- und Wartungsarbeiten auf: Unter anderem sind die Reifen, Filter und Öle frisch, der Auspuff wurde erneuert, die Zündkerzen getauscht und die Motorelektrik neu gemacht.
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Dieser Nissan 300 ZX fällt auf, weil er Goldmetallic ist und bei uns schon als Neuwagen selten war. Dieser hier hat 89.200 km auf dem Tacho und soll 29.500 Euro kosten.
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Mit seinen beiden herausnehmbaren Dachhälften gibt der Nissan das Teilzeit-Cabrio. Wer will, kann mit dem 225 starken V6 in 6,8 Sekunden von null auf 100 km/h beschleunigen. Kenner lesen es an den Werten ab: Hier haben wir es mit dem Saugmotor zu tun. Der Biturbo-ZX hat 286 PS und geht in 5,3 Sekunden von null auf 100.
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Stramme 29.900 Euro soll dieser VW Golf Country kosten. Dafür gibt es einen Vierzylinder mit 98 PS, einen Visco-Allradantrieb, reichlich Scheinwerfer, Offroad-Anbauteile und den Zeitgeist der frühen 1990er-Jahre.
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Der metallicgrüne Hochsitz mit Reserverad an der Heckklappe war als Neuwagen teuer und wenig beliebt. Heute wirkt der Crossover-Golf skurill. Gute und originale Exemplare sind selten geworden.
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Für 2026 haben die Organisatoren die Rétromobile umsortiert. Händler, Hersteller und Clubs befinden sich auf den drei Ebenen der Halle 7, während der Markt für Fahrzeuge bis 30.000 Euro einen Teil der Halle 4 bewegt. Der kurze Spaziergang zu der nebenan gelegenen Halle lohnt, denn hier finden Besucher vom Zweirad bis zum Sportwagen Klassiker, die teilweise außerhalb Frankreichs schon als Neuwagen selten waren.
Natürlich stehen auch in Paris BMW, Mercedes, Porsche und VW zum Verkauf. Doch den Reiz der Messe machen Autos aus, die schon lange aus dem Alltag verschwunden sind und manchmal durch einen glücklichen Zufall im Bestzustand mit dem Kilometerstand eines jungen Gebrauchten auftauchen.
Peugeot 304 SL mit 22.400 km
Wie jener Peugeot 304 SL in Hellgrünmetallic zum Beispiel, der mit seiner orangebraunen Stoffausstattung und den unverblichenen Aufklebern so wirkt, als sei er erst vor wenigen Wochen vom Händlerhof gerollt – und nicht schon vor Jahrzehnten. Der Verkäufer weiß, dass er etwas Besonderes anbietet und verlangt stramme 20.000 Euro für die 1977 gebaute Limousine.
Zu langweilig? Ein paar Schritte weiter lockt ein Talbot Sunbeam Lotus. Der kantige Kraftwürfel mit der gläsernen Heckklappe kam 1977 als Chrysler zur Welt und wurde ein paar Jahre später dank des Motors aus dem Lotus Esprit zu einem der stärksten Kompakten der späten 1970er-Jahre: 150 PS schickt das 2,2-Liter-Aggregat über ein ZF-5-Gang-Getriebe an die Hinterachse.
Talbot Sunbeam zum Golf-GTI-Ärgern
Bei 960 Kilogramm ergibt sich ein Leistungsgewicht, mit dem sich ein Golf I GTI zum 50. prima ärgern ließe. Der Preis für die Kompakt-Rakete ist so stramm wie die Fahrleistungen: 30.000 Euro will der Verkäufer. Das Preislimit auf dieser Fläche.
Wer nicht mehr als 30.000 Euro ausgeben möchte, hat außer dem Talbot noch einen VW Golf und einen Porsche 911 zur Auswahl. Und das kommt so: Beim Golf handelt es sich um einen seltenen Country. Die hochgelegte Allradversion des Golf II Syncro bietet mit ihrer Offroad-Optik samt Schutzbügel und Reserverad am Heck viel Skurilles, ist im Bestzustand außerdem selten und darum vergleichsweise teuer.
Porsche 911 für 30.000 Euro
Relativ günstig – für einen Porsche 911 – ist die Wasserboxer-Generation 996, zumal, wenn es sich um ein Exemplar mit Tiptronic handelt. Genau ein solcher steht in Paris zum Verkauf. Vier Vorbesitzer haben auf den Carrera 4 in Silbermetallic 160.000 Kilometer draufgefahren. Ein Porsche-Schnäppchen für Mutige – oder nach einem gründlichen Check? Warum nicht!
Rétromobile: Öffnungszeiten und Ticketpreise
Die Rétromobile hat vom 28. Januar bis 1. Februar 2026 geöffnet. Zum Messegelände am 1 Pl. de la Porte de Versailles, 75015 Paris kommen Sie am besten mit dem TGV oder Thalys. Metro, Busse und Straßenbahnen halten direkt vor dem Eingang zum Messegelände. Tickets kosten online für Erwachsene ab 22 Euro. Kinder unter 16 Jahren bezahlen 12 Euro Eintritt, wer jünger als 12 Jahre ist, kommt kostenlos rein.