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Porsche 911 (964 C2) Strosek Mega 30

Ein Restomod wie ein Singer-Vorbild

Traditionstuner Vittorio Strosek belebt den "Mega" neu. Dieses Mal kommt der Elfer nicht als Speedster, sondern als Coupé.

Porsche 964 C2 Strosek Mega 30 Jahre Jubiläumsmodell Foto: Vittorio Strosek / Patrick Lang 18 Bilder

30 Jahre ist es her, dass Vittorio Strosek den Porsche 911 (964) in einen Umbau namens "Mega" verwandelt hat. Dieses Jubiläum nimmt der Designer und Tuner zum Anlass, um eine auf 30 Exemplare limitierte Neuauflage mit dem Titel "Mega 30" an den Start zu bringen. Der Elfer-Umbau folgt dabei grundsätzlich dem bewährten Prinzip, erfährt jedoch einige Modernisierungen etwa beim Felgen-Design und den Scheinwerfern. Der leicht verkniffene Blick des Mega Speedster von 1994 erlebt beispielsweise keine Renaissance – stattdessen zieren moderne Scheinwerfer mit LED-Tagfahrleuchten die Front des umgebauten 964. Sein Debüt gab das Jubiläumsmodell beim Classic Porsche Treffen im Drivers Club der Motorworld München.

Porsche 964 C2 Strosek Mega 30 Jahre Jubiläumsmodell Foto: Vittorio Strosek
Am Heck grenzen etwa Dachspoiler und die Sportabgasanlage den Mega 30 von der Serie ab.

Bis zu 450 PS

Eine klassische Zutat der Strosek-Kreationen: Breitbau. Die Kotflügel blasen sich so auf, dass die 19-Zöller in den Radhäusern bequem Platz finden. Bei den Pneus setzt Strosek auf Michelin Pilot Sport 4S (245/30 vorne und 295/25 hinten). Gummis und Karosserie rücken dank Gewindefahrwerk (KW V3) dichter aneinander. Höhe und Härte des Fahrwerks lassen sich einstellen, zudem kommen Stabilisatoren von H&R zum Einsatz.

Neben der Querdynamik widmet sich der Tuner auch den längsdynamischen Qualitäten des Zuffenhausener Klassikers. So steht eine Leistungssteigerung auf bis zu 450 PS im Katalog. Schon in der kleinsten Konfiguration kommt der Mega 30 dank Sportnockenwellen, neuer Ansaugung, optimierter Motorsteuerung, 100-Zellen-Kat und Sportabgasanlage auf 300 PS (Serie: 250 PS). Als weitere Option bietet Strosek ein manuelles Sechsganggetriebe an.

Porsche 964 C2 Strosek Mega 30 Jahre Jubiläumsmodell Foto: Vittorio Strosek
Den Innenraum hübscht Strosek kräftig mit Karbon, Leder und Alcantara auf.

Äußerlich grenzt sich der Mega 30 zudem durch Aero-Außenspiegel und eine Umgestaltung am Heck mit Dachspoiler, Heckspoileraufsatz und Heckflügelhaube vom Original ab. Innen treffen Recaro-Schalensitze auf Karbon-Blenden, Alcantara und Leder. Der Fahrer greift in ein Momo-Lenkrad und an einen eigens angefertigten Kugelkopf auf dem Schalthebel. Hinter den Sitzen zieht ein Clubsport-Überrollbügel ein, der analog zu den Sitzkonsolen in schwarzem Lack ausgeführt ist. Bestellbar ist der Strosek Mega 30 ab sofort, die Preise starten bei rund 300.000 Euro und sind – anders als das Coupé – nach oben offen.

Fazit

Ob wir der 964-Umbauten jemals überdrüssig werden? Wenn alle so schick vorfahren wie der Strosek Mega 30 wohl kaum. Schade nur, dass derart stimmige Pakete immer limitiert sein müssen.