Trabant P 602 V von 1966 restauriert
Wankel-Trabant mit Fließheck und großer Klappe
Das August Horch Museum Zwickau hat einen Trabant-Prototyp von 1966 restauriert. Der P 602 V ist ab 1.10.2026 Teil der Sonderausstellung "2 Konzepte, ein Jubiläum – 60 Jahre Trabant mit Wankelmotor".
30.08.2026 Andreas Of-Allinger
Foto: August Horch Museum Zwickau
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Der von Juli 1964 bis Juli 1990 gebaute Trabant P 601 steht wie kaum ein anderes Auto für die DDR. Rund drei Millionen Trabi baute das Werk in Zwickau, geplante Modernisierungen gab es, aber sie scheiterten stets. Eine Idee ist relativ unbekannt: Zwei Jahre nach Beginn der 601-Produktion stieg die DDR in einen Forschungspool mit NSU ein und arbeitete am Wankelmotor.
Trabant-Prototyp mit KKM 400
An drei Standorten, Karl-Marx-Stadt, Zwickau und Zschopau arbeiteten Techniker am Kreiskolbenmotor. Der Einsatzzweck war zunächst noch unbestimmt. Doch relativ schnell entstand ein Trabant-Prototyp mit längerem Radstand, großer Heckklappe, Tank im Heck und Wankelmotor unter der Duroplast-Haube: Ein KKM 400 mit 400 Kubikzentimeter trieb diesen Prototyp an.
Der Prototyp wurde später wieder zurückgerüstet und verkauft. Im Jahr 2023 wurde der ehemalige Versuchsträger entdeckt und wieder auf den Stand von 1966 gebracht. Mithilfe von alten Schwarz-Weiß-Bildern, Material aus dem Staatsarchiv Chemnitz und Zeitzeugen rekonstruierten die Restaurateure des August Horch Museums in Zwickau den ehemaligen Kreiskolben-Prototyp. Die Arbeiten dauerten drei Jahre.
Jetzt ist der Wankel-Trabant fertig und ab 1. Oktober 2026 in einer Sonderausstellung des August Horch Museum zu sehen. Zusammen mit "Felix", einem weiteren Trabi mit Kreiskolbenmotor aus den Beständen des Clubs Intertrab e. V. Die Sonderschau läuft bis 27.6.2027.