Youngtimer-Kauftipps

Diese 5 Coupés gibt es ab 2.500 Euro

Günstig und schick: Diese 5 Youngtimer-Coupés locken Einsteiger mit Stil zu fairen Preisen. Dass es so günstig war, brauchen Sie ja nicht zu verraten.

Fiat Coupé Foto: Arturo Rivas 9 Bilder

Der Coupé-Kosmos ist kosmopolitisch, denn diese elegante Karosserieform hat rund um den Globus ihre Liebhaber. Entsprechend groß ist das Angebot, preiswerte Gelegenheiten locken. Wir geben Ihnen einen Überblick mit fünf Coupés unterschiedlicher Hersteller – von Fiat über Hyundai und Mercedes bis Peugeot.

Coupé Fiat: Ferrari des kleinen Mannes

In Sachen Design war dieser 1994 eingeführte Fiat eine Mutprobe. Entworfen hat ihn das Fiat Centro Stile, genauer gesagt Chris Bangle, später BMW-Designchef. Den Innenraum gestaltete Pininfarina, wo auch die Fertigung stattfand. Gebaut wurde der Italiener bis Ende 2000 mit Vier- und Fünfzylinder-Benzinern, Krönung ist der 2,0-Liter-20V-R5-Turbo (220 PS), mit 250 km/h einst schnellster Fronttriebler. Er ist leider teuer in der Wartung, für den Zahnriemenwechsel muss der Motor ausgebaut werden. Die Vierzylinder sind haltbarer und unkritischer in puncto Teileversorgung. Vorsicht vor verheizten, verbastelten und getunten Coupés. Bis Mitte 1999 produzierte Autos sind anfälliger für Rost.

Hyundai Coupé: Koreaner mit Sportsgeist

Im Gegensatz zur ersten Generation (RD, 1996–2002) sprechen für den besser proportionierten GK (2002–2009) nicht nur die für Asiaten gewohnt umfangreiche Ausstattung, sondern auch die bequemen Sitze und der Kofferraum mit 312 Liter Volumen. Die Suche nach einem Viernockenwellen-V6, der 167, ab 2007 dann 165 PS leistete, lohnt sich, denn er verwöhnt mit sattem Sound, Durchzugsstärke, knackiger Sechsgangschaltung und Agilität. Kurios: das Torquemeter, welches das anliegende Drehmoment des Fronttrieblers anzeigt. Rost kann ein Thema sein, vor allem an Radläufen und Unterboden. Auch Wartungsstau, Fahrwerks- oder Kupplungsprobleme sowie Defekte an der Zentralverriegelung kommen vor. Wie langfristig die Ersatzteilversorgung erhalten bleibt, ist offen.

Mercedes-Benz C-Klasse Sportcoupé, CL 203: C-Klasse mit frischem Charme

Wie wäre es mal mit einem C-Klasse Sportcoupé, etwa, wie auf dem Werksfoto, in Heliodorgrün-Metallic mit dreiteiligem Panorama-Glasdach? Historisch ist dieses im Frühjahr 2001 eingeführte Modell interessant, denn es handelt sich um das erste Coupé, das Mercedes in der C-Klasse anbot. Über 187.000-mal wurde die Urversion bis Ende 2003 verkauft, Anfang 2004 folgte eine Modellpflege, erst 2008 löste der CLC das Sportcoupé nach 320.000 gebauten Exemplaren ab – 70 Prozent davon gingen an Mercedes-Neukunden. Die Chancen, ein gepflegtes Auto zu finden, stehen noch gut. Zu achten ist auf Rost und Technik-Macken. Beim C 200 Kompressor kann die Kopfdichtung schwächeln, und das Fahrwerk ist anfällig für Verschleiß.

Opel Astra G Coupé: Hausmannskost mit Bertone-Würze

Ab Frühjahr 2000 zierte das bei Bertone gebaute Coupé des Astra G die Baureihe. Vier Benziner im Spektrum zwischen 103 und 200 PS standen während der Produktionszeit bis Ende 2004 zur Wahl, zudem ein kräftiger Diesel mit 125 PS. Üppig ausgestattet, konnte das Coupé etwa 35.000 Käufer überzeugen, heute ist es ein seltener Anblick auf unseren Straßen. Bis 2001 war die Astra-G-Karosserie vollverzinkt, danach teilverzinkt. Vor dem Kauf sollten Unterboden, Schweller, Radläufe und Hinterachsaufnahmen begutachtet werden. Ölverlust kann ein Thema sein, auch Elektrik- und Elektronikdefekte sowie Pixelfehler können nerven. Technik-Ersatzteile sind dank Großserie noch gut verfügbar.

Peugeot 406 Coupé: Franzose im Italo-Maßanzug

Ist das 406 Coupé nicht zeitlos-schön? Pininfarina entwarf und baute den Beau 107.633 Mal, und schon mit einem zahmen Zweiliter lohnt es sich, zu zweit gen Côte d’Azur aufzubrechen – der 390 Liter fassende Kofferraum schluckt viel Gepäck, die Rücksitzlehnen sind klappbar. Auch mit Diesel war das Coupé lieferbar, die stärksten V6-Benziner leisten 190 oder 207 PS. 1997 präsentiert, 2001 modellgepflegt, wurde dieser 406 ab Sommer 2003 bis zur Einstellung 2005 als erster Peugeot vom umstrittenen Haifischmaul geziert. Rost ist selten, dafür kann sich Klarlack ablösen. Die Türscharniere schwächeln gern. Die Technik ist bei guter Wartung samt Zahnriemenwechsel robust, das Fahrwerk gerade des V6 aber verschleißfreudig. Elektrische Helfer checken! Technikteile sind verfügbar, rar und teuer ist Pininfarina-Spezifisches.